Pressekonferenz zum Regionalmanagement
Land Tirol/Bandhuber
Bezirkshauptmann Michael Brandl, Vizebürgermeisterin Aloisia Rieser (Achenkirch), Landeshauptmann Günther Platter, Regionalmanagement-Leiterin Karin Gasser und Bürgermeister Hans Lintner (Schwaz).

Regionalmanagement für den Bezirk Schwaz

Mi, 02.05.2018 - 13:18

Die Lebensqualität steigern, Arbeitsplätze schaffen und die Wertschöpfung in der Region erhöhen – das sind die Ziele des Regionalmanagements, das in Kooperation mit den Planungsverbänden Schwaz, Jenbach und Umgebung sowie Achental für den Bezirk Schwaz ins Leben gerufen wurde.

In der Region besteht Bedarf an weiteren touristischen Impulsen, der Erhöhung von erneuerbaren Energieträgern sowie einer Aufwertung der Kulturgüter. Zudem soll ein aktives und umfassendes Naturraummanagement eingeführt werden, um einen nachhaltig nutzbaren Erholungsraum zu schaffen.

Des Weiteren soll das Regionalmanagement auch über Gemeindegrenzen hinweg soziale Themen wie Kinder- und Jugendbetreuung, Frauenförderung oder Integration aufgreifen. Zudem soll das Konzept der „Smart Villages“ ausgebaut werden. „Das bedeutet, dass die Menschen, die vor Ort leben, in den Mittelpunkt gestellt werden: Welche Bedürfnisse haben sie, wie können soziale Kontakte gepflegt werden, wo Informationen ausgetauscht“, erläuterte die Leiterin des Regionalmanagements Karin Gasser.

Ausweitung des Regionalmanagements ist angedacht

Bereits jetzt seien die wirtschaftlichen Voraussetzungen im Bezirk bestens, betonte Landeshauptmann Günther Platter bei einer Pressekonferenz. „Neben dem Tourismus rund um den Achensee ist der Industriesektor mit Unternehmen wie GE Jenbacher, Darbo, Tyrolit, Adler-Lacke oder Planlicht ein wichtiger Arbeitgeber. Dies ist nun ein wichtiger Schulterschluss zwischen der Region Achensee, Schwaz und Umgebung sowie dem Inntal.“ Bei Interesse ist auch eine Ausweitung des Gebiets auf den gesamten Bezirk Schwaz sowie auf die Region Hall und Umgebung angedacht.

Region soll LEADER-Mitglied werden

Die vorliegende Entwicklungsstrategie 2018 – 2020 des Regionalmanagements Schwaz-Achental finanziert sich durch Landesmittel von jährlich 160.000 Euro, durch Mittel der Gemeinden und der Tourismusverbände in der Höhe von 80.000 Euro sowie durch ergänzende projektbezogene Eigenmittel. Derzeit stehen der Region noch keine EU-Förderungen zur Verfügung. Das Ziel ist es jedoch, dass sich das Regionalmanagement Schwaz-Achental ab 2021 für die Aufnahme als vollwertiges Mitglied in ein zukünftiges EU-LEADER-Programm bewirbt.

Basis für stärkere, regionale Zusammenarbeit

„Die Entwicklung des Regionalmanagements in Tirol ist eine Erfolgsgeschichte. Der Bezirk Schwaz war diesbezüglich allerdings einer der letzten weißen Flecken. Ich freue mich daher, dass die beiden Planungsverbände Schwaz und Achental unsere Anregung aufgegriffen haben“, erklärte Bezirkshauptmann Michael Brandl, Vorsitzender des Beirats des Regionalmanagements Schwaz-Achental. „Damit gibt es eine starke Basis für die gemeindeübergreifende und regionale Zusammenarbeit. Das Aktionsbudget als Teil der Entwicklungsstrategie erlaubt uns, auch schon vor einer Bewerbung in der neuen Strukturfondsperiode 2021 diese Zusammenarbeit mit konkreten Projekten zu etablieren."

„Die Abwicklung des Regionalmanagements durch die Abfallwirtschaft Tirol Mitte GmbH hilft uns, den Verwaltungsaufwand zu minimieren und Synergien zu nutzen“, freute sich Bürgermeister Hans Lintner für den Planungsverband Schwaz, Jenbach und Umgebung. „Dieses Förder-Know-how wird hilfreich sein, wenn es um die Umsetzung von größeren nationalen und internationalen Kooperationsprojekten geht“, ist sich Vizebürgermeisterin Aloisia Rieser als Vertreterin der Gemeinden des Achentals sicher.

 

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