Das seit mehreren Jahren laufende Zusammenlegungsverfahren Thaurer Felder kann nun schneller abgewickelt werden. Foto: Land Tirol

Zusammenlegungsverfahren beschleunigen

12. August 2015
25 Flurbereinigungs- bzw. Zusammenlegungsverfahren sind derzeit in Tirol in Arbeit, bei denen zur Verfahrensabwicklung baulichen Maßnahmen durchgeführt werden müssen. Die dafür anfallenden Investitionskosten setzen sich aus Interessentenbeiträgen und öffentlichen Mitteln zusammen. Mit einer Finanzspritze des Landes Tirol können die Grundzusammenlegungen nun wesentlich zügiger abgewickelt werden.





„Die eingesetzten öffentlichen Mittel kommen nicht nur der Landwirtschaft zu Gute, sondern sind auch umfassende Investitionen in den ländlichen Raum“, betont Landeshauptmann-Stellvertreter Josef Geisler. Als Beispiele nennt er den Erhalt der Kulturlandschaft, die Nutzung der Wirtschaftswege als Spazier- und Wanderwege oder Maßnahmen für den Umwelt- und Hochwasserschutz.



Der Großteil der Mittel wird zur Beschleunigung des Zusammenlegungsverfahrens Thaurer Felder im Bezirk Innsbruck Land eingesetzt. Hier werden auf einer Fläche von circa 230 Hektar die Grundparzellen neu geordnet und das ländliche Wegenetz wie Gemeindewege und Wirtschaftswege für die heutigen Anforderungen neu angelegt. Mit zusätzlichen Mitteln in Höhe von 300.000 Euro können wichtige Maßnahmen vorzeitig realisiert werden, die zur Neueinteilung der Grundstücke notwendig sind.



30.000 Euro fließen in das Zusammenlegungsverfahren Unteres Feld in Götzens, das baulich noch in den Kinderschuhen steckt. Durch die zusätzlichen Mittel startet die Umsetzung bereits im Herbst 2015 anstatt im Frühjahr 2016.



Die restlichen Mittel aus dem Konjunkturpaket werden zur rascheren Baustellenabwicklung in die laufenden Verfahren in Bichl-Ronach (21.000 Euro) in der Gemeinde St. Leonhard im Pitztal, in Nesselwängle im Außerfern (20.000 Euro), im Bezirk Landeck für den Notweg Feichten im Kaunertal (44.000 Euro) sowie das Verfahren in der Gemeinde Fendels (10.000 Euro) und im Bezirk Imst für die Beschleunigung des Zusammenlegungsverfahrens in Wald in Arzl (25.000 Euro) eingesetzt.