Stefanie Jirgal, Leiterin der Initiative „Stadt des Miteinanders“, Bürgermeister Peter Eisenschenk und Stadträtin Eva Koloseus.
Stefanie Jirgal, Leiterin der Initiative „Stadt des Miteinanders“, Bürgermeister Peter Eisenschenk und Stadträtin Eva Koloseus.
© Stadtgemeinde Tulln

Social Media

Tulln bietet seinen Bürgern geschlossenes soziales Netzwerk

20. März 2026
Als erste Stadt Österreichs stellt die Stadtgemeinde Tulln ihren Bürgerinnen und Bürgern das sichere, geschlossene soziale Netzwerk „Hoplr“ zur Verfügung: Die Nachbarschafts-App bietet viele Möglichkeiten der bekannten sozialen Netzwerke und ist doch anders – im positiven Sinne: Datenschutz und digitale Sicherheit stehen an erster Stelle, die Nutzer:innen sind verifiziert und die Plattform ist werbefrei. Tullner Test-User waren sehr angetan, daher gibt es die App ab sofort für die ganze Stadtgemeinde Tulln.

Der Kaffee ist ausgegangen? Die Katze ist entlaufen? Oder man braucht schnell einen Akkuschrauber – und vielleicht sogar eine Person, die ihn bedient? Die Menschen der unmittelbaren Nachbarschaft können helfen! Damit die Vernetzung leichter fällt, stellt die Stadtgemeinde ihren Bürgerinnen und Bürgern die kostenlose, sichere und vor allem praktische Nachbarschafts-App „Hoplr“ zur Verfügung. 

Echte Nachbarn statt ewig scrollen

Hoplr ist ein lokales und sicheres soziales Netzwerk – und vor allem kein Facebook: Bei Hoplr geht es nicht darum, Likes zu sammeln oder stundenlang zu scrollen. Es ist ein digitaler Dorfplatz, auf dem Qualität und Nachbarschaftshilfe wichtiger sind als Quantität. Durchschnittlich gibt es in den Hoplr-Nachbarschaften drei bis zehn Beiträge pro Woche – darüber wird man mittels Push-Nachricht oder E-Mail informiert. Keine Werbung und keine Algorithmen steuern den Feed – sondern nur die Nachbarinnen und Nachbarn mit ihren Angeboten, Fragen und Ideen. 

Was erwartet die User in der App?

Vernetzung im Sinne der Stadt des Miteinanders! Im Gegensatz zu Facebook gibt es weniger Beitrage – aber dafür solche mit echtem Mehrwert, zum Beispiel:

  • Postings Ihrer Nachbar:innen, z.B. zu konkreter Nachbarschaftshilfe, verleihen/verschenken von Gegenstanden, gemeinsame Aktivitäten
  • Direkt-Chat mit Ihren Nachbar:innen
  • eigene Chat-Gruppen für Straße oder Mehrparteienhaus
  • lokaler Marktplatz (ähnlich willhaben)
  • wichtige lokale Informationen

Freundlich, praktisch und sicher

Neben der hohen digitalen Sicherheit gemäß der europäischen Datenschutzverordnung ist auch der Umgangston in der App eine Besonderheit im Vergleich zu anderen Netzwerken – das zeigte sowohl der Test-Betrieb in einem Viertel Tullns als die Erfahrung in anderen Städten Europas, in denen die App bereits im Einsatz ist. Die User sind mit ihren Klarnamen in der App registriert und auf Basis ihrer Wohnadresse ihrer Nachbarschaft zugeordnet – das sind wesentliche Faktoren für einen freundlichen Umgangston, den man auf anderen Plattformen zunehmend vermisst. Außerdem ist die App frei von Werbung und durch bezahlte Beiträge gesteuerte Algorithmen – denn sie wird von der Stadtgemeinde Tulln finanziert.

Sieben Viertel für Tulln

Die Stadtgemeinde Tulln ist auf insgesamt sieben Hoplr-Nachbarschaften aufgeteilt: Die Stadt ist in vier Viertel unterteilt, hinzu kommen Langenlebarn sowie nördlichen und die südlichen Katastralgemeinden als jeweils eigene Viertel. Die Einteilung ist teilweise recht groß gefasst – doch in der App können Chat-Gruppen für kleinere Einheiten wie Straßenzüge oder Wohnhäuser angelegt werden. Und: Man kann die Infos aus anderen Vierteln „abonnieren“ – das heißt man kann auch die Beiträge aus dem Wohnviertel der Eltern, Großeltern oder Freunde ansehen.

So kommen die Tullner Bürger:innen in das Netzwerk

Alle Haushalte der Stadtgemeinde Tulln erhalten Anfang April ein Schreiben mit einem individuellen Zugangscode. Alternativ können sie die App aber auch einfach im Apple App-Store oder Google Play-Store herunterladen und den Registrierungsschritten folgen – auch auf diesem Weg ist gewährleistet, dass man der eigenen Nachbarschaft zugeordnet wird.

Was ist „Hoplr“?

„Hoplr“ ist eine unkomplizierte Plattform für den Austausch im eigenen Stadtviertel. Die Nachbarschafts-App ist in Belgien, Luxemburg und den Niederlanden bereits sehr verbreitet – Tulln ist die erste Stadt in Österreich, die die App für ihre Bürger:innen anbietet. 
Anders als andere soziale Netzwerke bietet die App:

  • hohe digitale Sicherheit: Ihre Daten sind gemäß der europäischen Datenschutzgesetzgebung geschützt und werden nicht verkauft.
  • verifizierte Nutzer:innen: Mitmachen können nur Personen, die tatsächlich im Viertel wohnen; keine Unruhe durch anonyme Kommentare.
  • werbefrei und nicht kommerziell: finanziert von der Stadtgemeinde und kostenlos für Bürgerinnen und Bürger