Für den Kollmitzberger Kirtag wird derzeit eine Softwarelösung aufgebaut. Ziel ist es, die Organisation der dreitägigen Veranstaltung zu erleichtern und Abläufe zu digitalisieren.
Digitalisierung
Software für Kirtags-Organisation
Der Kollmitzberger Kirtag zählt zu den größten Veranstaltungen im Mostviertel. Fünf Festzelte, rund 300 Stände und etwa 30.000 Besucherinnen und Besucher bedeuten einen hohen organisatorischen Aufwand. „Bisher gab es da viel Zettelwirtschaft“, sagt der Ardagger Bürgermeister und Gemeindebund-Präsident Johannes Pressl. Um das zu ändern, wandte er sich mit konkreten Vorstellungen an den aus der Gemeinde stammenden Softwareentwickler Andreas Zeiner.
Dieser hat für die Gemeinde bereits digitale Lösungen für den Fahrtendienst EMIL und für „Essen auf Rädern“ umgesetzt. Für den Kirtag wünschte sich Bürgermeister Pressl unter anderem die Integration eines Bezahlsystems. Auch die Idee, die Auslastung der Parkplätze mittels Drohnen zu erheben, wurde eingebracht. „Er hatte sehr konkrete Vorstellungen“, berichtet Zeiner.
Prototyp entwickelt
In einem „Hackathon“ – ein Event, in dem alle Beteiligten für zwei Tage zusammenkamen – wurde dann von der in Diendorf am Kamp ansässigen Firma MBIT Solutions ein Prototyp entwickelt. „Auf dieser Basis bauen wir die Software auf“, erläutert Zeiner.
Der erste Schritt ist eine Registrierungsplattform. Über diese können Anträge gestellt und Standplätze zugeteilt werden. Dazu werden dann weitere Module kommen, etwa die Software zur Zuordnung der Marktstände auf Basis von GPS-Koordinaten. „Die Besucherinnen und Besucher sollen die Möglichkeit haben, einen Plan abzurufen, wo sich ein für sie interessanter Stand befindet und was dort verkauft wird“, sagt Zeiner. „Ziel ist eine Full-featured-Anwendung, die möglichst viele Bereiche rund um die Kirtagsorganisation abdeckt und die ständig erweitert werden kann.“
Adaption für andere Gemeinden möglich
Derzeit ist schon eine Registrierungsplattform, über die Anträge abgewickelt und die Zuteilungen gemacht werden können, im Einsatz. Die Software wird als Website zur Verfügung gestellt, eine spätere Nutzung über eine App ist grundsätzlich möglich.
Konzipiert ist die derzeitige Lösung für die Gemeinde Ardagger und den Kollmitzberger Kirtag. „Grundsätzlich wäre aber eine Adaption für andere Gemeinden und andere Veranstaltungen möglich, denn beispielsweise die Software für Anmeldungen kann leicht adaptiert werden“, so Andreas Zeiner.
Der Beitrag erschien in der NÖ Gemeinde 3/2026.