St. Nikolai im Sausal
Bürgermeister Gerhard Hartinger, Landesrätin Barbara Eibinger-Miedl, Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer und der Geschäftsführer der steirischen Breitband- und Digitalinfrastrukturgesellschaft „sbidi", Herbert Jöbstl.
© steiermark.at/Streibl

„sbidi“ startet erstes Ausbau-Projekt

22. Juli 2019
In St. Nikolai im Sausal wird das erste Projekt der Steirischen Breitband- und Digitalinfrastrukturgesellschaft (sbidi) umgesetzt. Rund 8,5 Millionen Euro werden investiert, um die bisher glasfaserfreie Gemeinde an die Datenautobahn anzubinden.

St. Nikolai war bisher im Hinblick auf Internetverbindungen stark unterversorgt. Durch das aktuelle Projekt wird in der Gemeinde ein Glasfasernetz aufgebaut, an das künftig mehr als 1.300 Haushalte angeschlossen werden können. Neben privaten Haushalten zählen dazu auch zahlreiche öffentliche Einrichtungen sowie Betriebe in der Gemeinde.

Die Anschlüsse für die Kundinnen und Kunden sollen Mitte 2020 in Betrieb genommen werden.

Kostengünstig Kabelverlegung

Beim Breitbandausbau in St. Nikolai kommt eine steirische Innovation im Glasfaserausbau zum Einsatz: der Layjet.

Die spezielle Kabelverlegefräse wurde im Auftrag des Landes Steiermark von der Layjet Micro-Rohr Verlegegesellschaft m.b.H. aus Ebersdorf entwickelt. Mit ihr können in einem einzigen Arbeitsschritt die Leerverrohrungen für die Glasfasernetze in das Bankett von Straßen verlegt werden. „Wir werden den Layjet so oft wie möglich einsetzen, weil wir dadurch erstens deutlich schneller verlegen können und zweitens rund 20 Prozent der veranschlagten Projektkosten einsparen. Diese Mittel können wir wiederum in anderen Gemeinden investieren", so sbidi-Geschäftsführer Herbert Jöbstl, der auch auf weitere Vorteile verweist.

So beträgt der CO2-Ausstoß beim Layjet weniger als ein Zehntel gegenüber anderen Verlegemethoden. Einen weiteren Beitrag zur Nachhaltigkeit leistet SBIDI durch die Verwendung von Kunststoff aus recycelten PET-Flaschen für die Kabelschächte.

Weitere Ausbauprojekte starten

Mit St. Martin im Sulmtal und St. Stefan ob Stainz stehen zwei weitere Gemeinden bereits in den Startlöchern.

Die Ausbauarbeiten werden in den kommenden Wochen starten, dann werden in St. Stefan ebenfalls 8,5 Millionen Euro investiert, in St. Martin 4,2 Millionen.

Darüber hinaus laufen in weiteren Gemeinden bereits die Planungen. Voraussetzung für einen Ausbau ist neben der digitalen Unterversorgung ein entsprechendes Interesse der Bevölkerung. Mindestens 40 Prozent der Haushalte müssen ihr Interesse bekunden und einen Vorvertrag für einen Breitbandanschluss unterzeichnen.