„Kiddical Mass“-Sternfahrt in Krems
„Kiddical Mass“-Sternfahrt in Krems.

Die Siegergemeinden der Mobilitätswoche

19. Februar 2026
Krems, Landeck, Ober-Grafendorf und Altenmarkt gewinnen den Österreichischen Mobilitätswochenpreis 2025. Mit kreativen Ideen, regionaler Zusammenarbeit und einem klaren Fokus auf Teilhabe und nachhaltige Mobilität haben sie das Motto der EUROPÄISCHEN MOBILITÄTSWOCHE – „Mobilität für alle“ – in die Praxis übersetzt.

Der Österreichische Mobilitätswochenpreis wird jährlich im Rahmen der Europäischen Mobilitätswoche verliehen. 2025 stand unter dem Motto „Mobilität für alle“. Ziel ist es, Wege aufzuzeigen, wie nachhaltige Mobilität inklusiv, kreativ und praxisnah gestaltet werden kann.

Zusammenarbeit für klimafreundliche Mobilität

Krems gewinnt in der Kategorie „Gemeinden über 10.000 Einwohner:innen“

Krems an der Donau setzte 2025 mit einem gemeinschaftlich geplanten Programm neue Maßstäbe. In Kooperation mit den Nachbargemeinden Mautern, Furth und Rohrendorf entstand eine Mobilitätswoche, die Vielfalt, Qualität und regionale Vernetzung vereinte, vom Auftakt mit den Bürgermeistern zur Präsentation einer neuen Radkarte über Street-Art-Projekte und GEHspräche bis zu Kinderaktionen wie der Kidical Mass.

Krems
Krems führte die Mobilitätswoche gemeinsam mit den Nachbargemeinden Mautern, Furth und Rohrendorf durch.

„Was diese Mobilitätswoche besonders gemacht hat, war die Dynamik der Zusammenarbeit. Viele engagierte Menschen haben – großteils ehrenamtlich – gemeinsam geplant und umgesetzt, über Gemeinde- und Institutionsgrenzen hinweg“, erklärt Ronny Weßling Fuß- und Radverkehrsbeauftragter der Stadt Krems. Mit über 500 Teilnehmerinnen und Teilnehmern bewies die Region, dass klimafreundliche Mobilität verbindet – und an Gemeindegrenzen nicht haltmacht.

Mehr als eine Woche – Schulstraße als Dauerprojekt

Landeck gewinnt in der Kategorie „Gemeinden unter 10.000 Einwohner:innen“

Landeck überzeugte mit einem umfassenden Programm, das Menschen aus allen Generationen und Lebensbereichen zusammenbrachte. Vom autofreien Tag mit Kinderfahrradparcours bis hin zu gezielten Schulwegmaßnahmen reichte die Bandbreite, immer mit Blick auf Sicherheit und Teilhabe.

„Der sichere Schulweg für Kinder hat für mich höchste Priorität. Straßen sind nicht nur Verkehrswege, sondern Teil unseres öffentlichen Lebensraums“, so Bürgermeister Herbert Mayer. „Diese Auszeichnung ist ein Erfolg für die Landecker:innen – für bessere Mobilität, mehr Lebensqualität und eine nachhaltige Stadtentwicklung“, ergänzt Johannes Schönherr, Obmann des Klima-, Umwelt- und Agrarausschusses.

Kreative Vorbilder fürs Radfahren

KEM „Fit für 2050“ gewinnt mit der innovativsten Aktion

Die Klima- und Energiemodellregion „KEM Fit für 2050“ setzte auf Beteiligung mit Vorbildwirkung: In einer Videokampagne zeigten vier Alltagsradler:innen aus Ober-Grafendorf und Weinburg, wie viel Freude nachhaltige Mobilität machen kann. Die „Radlhödn und Radlhödinnen“ wurden zu lokalen Held:innen - authentisch, greifbar und inspirierend.

„Unsere Radlhödn zeigen eindrucksvoll, wie einfach und wirkungsvoll Alltagsradeln sein kann: gut für die eigene Gesundheit, gut fürs Klima und mit jeder Menge Fahrspaß“, so KEM-Managerin Sonja Kadanka. „Mir ist es wichtig zu zeigen, dass nachhaltige Mobilität nicht nur sinnvoll ist, sondern auch richtig Spaß machen kann“, betont Gemeinderat David Lilek.

Mobilitätsbildung mit Herz

Sportmittelschule Altenmarkt gewinnt in der Kategorie „Bildungseinrichtungen“

„GEHmeinsam mobil“ lautete das Motto in Altenmarkt und das ganze Dorf machte mit. Ob bei Projekttagen, im Fahrradkino oder bei bewusstseinsbildenden Aktionen: Die Schüler:innen der Volksschule und Mittelschule bewiesen, wie Lernen über Nachhaltigkeit und Mobilität zusammengedacht werden können. Insgesamt beteiligten sich 645 Personen aktiv an der Mobilitätswoche.

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