Landeshauptmann Markus Wallner mit den Bürgermeistern Andrea Wallner (Dornbirn) und Martin Summer (Rankweil)
Foto: VLK/Stadt Dornbirn

Kinder- und Jugendarbeit besser koordinieren

17. Mai 2016
„Vorarlberg lässt kein Kind zurück.“ Unter diesem Leitsatz steht ein Modellvorhaben, das von Dornbirn und Rankweil gemeinsam mit dem Land Vorarlberg lanciert wird. Ziel ist, die Angebote in den Bereichen Gesundheit, Bildung, Kinder- und Jugendhilfe sowie Soziales optimal miteinander zu verknüpfen, um Kinder und Jugendliche sowie Familien besser zu unterstützen – lückenlos von der Schwangerschaft bis zum Eintritt ins Berufsleben.





„Die Unterstützung für Kinder und Jugendliche in ihren individuellen Lebenslagen sowie für Familien soll durch den Auf- und Ausbau lokaler ,Hilfs-Netzwerke' bzw. ,Präventionsketten' gezielt verstärkt werden“, brachten die Bürgermeister von Dornbirn und Rankweil, Andrea Kaufmann und Martin Summer, die Ausrichtung des Modellvorhabens auf den Punkt. Auf das Land sei man zugegangen, um ein ähnliches, an die hiesigen Verhältnisse angepasstes Modellvorhaben auch in Vorarlberg auf den Weg zu bringen. Das Konzept dafür liege jetzt vor.

Dreijähriger Probelauf



In Zusammenarbeit mit dem Land wollen Dornbirn und Rankweil innerhalb von drei Jahren eine Netzwerkstruktur sowie entsprechende Präventionsketten aufbauen. Im Modellversuch soll sich zeigen, welche Faktoren für das Gelingen von kommunaler Prävention und Entwicklungsförderung von besonderer Bedeutung sind. Zugleich sollen die Entscheidungsgrundlagen für eine Fortsetzung und Ausweitung des Modellvorhabens ausgearbeitet werden. Mit der Koordination und operativen Umsetzung ist der Fachbereich Jugend und Familie im Amt der Landesregierung betraut.



Laufen wird „Vorarlberg lässt kein Kind zurück“ unter dem Dach von familieplus, dem Landesprogramm für kinder-, jugend- und familienfreundliche Gemeinden.

Weitere Gemeinden sind interessiert



Rund 180.000 Euro hat das Land für das auf drei Jahre angelegte Modellvorhaben im Jahr 2016 budgetiert. Mit den teilnehmenden Gemeinden ist eine Kofinanzierung von maximal 100.000 Euro vereinbart. Interesse für das Modellvorhaben bekundet haben bereits Gemeinden im Bregenzerwald, die Marktgemeinde Wolfurt sowie die Rheindelta-Gemeinden Höchst und Gaißau.