Minister Peter Hanke, Landeshauptfrau Mag. Karoline Edtstadler, und Gemeindeverbands-Vizepräsident Wolfgang Wagner und Präsident Manfred Sampl.
Minister Peter Hanke, Landeshauptfrau Mag. Karoline Edtstadler, und Gemeindeverbands-Vizepräsident Wolfgang Wagner und Präsident Manfred Sampl.
© Land Salzburg / Franz Neumayr

Gemeinden fordern Partnerschaft auf Augenhöhe mit Bund und Land

29. April 2026
Beim Salzburger Gemeindetag am 28. April diskutierten rund 120 Kommunalpolitikerinnen und -politiker in der TriBühne Lehen die drängendsten Herausforderungen der Salzburger Gemeinden . Im Mittelpunkt stand der Ruf nach gleichberechtigter Partnerschaft mit Bund und Land bei der Erfüllung kommunaler Kernaufgaben.

Gemeindeverbandspräsident Bürgermeister Manfred Sampl konnte mit Landeshauptfrau Karoline Edtstadler und Bundesminister Peter Hanke hochrangige Vertreter beider Regierungsebenen begrüßen. Ihre Anwesenheit unterstreicht den politischen Stellenwert der Veranstaltung.

Kernaufgaben belasten Gemeinden stark

Die Mitgliederversammlung des Salzburger Gemeindeverbandes machte deutlich: Pflege, Kinderbetreuung und kommunale Infrastruktur stellen Salzburgs Gemeinden vor erhebliche Belastungen. Die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister fordern deshalb eine klare Sprache gegenüber übergeordneten Gebietskörperschaften.

Landeshauptfrau Karoline Edtstadler hob in ihrem Bericht die Bedeutung der aktuellen Gemeindepakete hervor. Ein wesentlicher Baustein darin ist die Entbürokratisierung, um die Verwaltung schlanker und bürgernäher zu gestalten. „Der heutige Gemeindetag hat gezeigt, dass vieles, was wir vor allem im Bereich Entbürokratisierung in Salzburg vorantreiben, Früchte trägt. Diesen Weg will ich konsequent weitergehen, damit die Prozesse einfacher werden und mehr Geld für Investitionen und Maßnahmen zur Verfügung steht, die die Salzburgerinnen und Salzburger wirklich brauchen. Das ist mein Anspruch und so will ich weiterhin eng mit den Gemeinden, mit den Bürgermeisterinnen und Bürgermeister zusammenarbeiten“, so Edtstadler.

Gemeinsam an einem Strang ziehen

Wichtig dafür ist auch die geplante Aufhebung der Grundsteuerbefreiung, die einen weiteren Schritt zur Vereinfachung administrativer Abläufe darstellt. Ziel ist es, den Gemeinden mehr Handlungsspielraum zu verschaffen und Ressourcen dort einzusetzen, wo sie den größten Nutzen stiften. 

„In Salzburg ziehen die Gemeinden und das Land gemeinsam an einem Strang. Diese enge Partnerschaft ist für die Salzburgerinnen und Salzburger deshalb so wichtig, weil wir nur so ein gutes Angebot bei Bildung, Pflege und Kinderbetreuung erreichen können und die Anliegen unserer Bürgerinnen und Bürger rasch und zuverlässig erledigen können“, so Gemeindeverbandspräsident Sampl.

Energiewende: Ja – aber nicht auf Kosten von Landwirtschaft und Tourismus

Breiten Raum in der Diskussion nahm das Thema erneuerbare Energien ein. Die Gemeinden bekennen sich zum Beitrag der kommunalen Ebene bei der Energiewende. Allerdings dürfe der rasante Infrastrukturausbau nicht die wirtschaftlichen Grundlagen von Landwirtschaft und Tourismus gefährden, so der Tenor der Versammlung.

Zuversicht als Leitmotiv

„Fröhliche Ernsthaftigkeit und Zuversicht" – mit diesen Worten formulierte Sampl das Leitmotiv für die kommunale Arbeit in Salzburg. Der Gemeindeverbandspräsident schloss die Veranstaltung mit einem konkreten Ausblick: Der Österreichische Gemeindetag findet am 1. und 2. Oktober 2026 im Messezentrum Salzburg statt.

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