Weniger Bürokratie und mehr Zeit für die Menschen sind Ziele des Projekts.
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Gemeindeämter lernen den Einsatz von KI

2. November 2026
Künstliche Intelligenz kann Gemeindebedienstete entlasten, Verwaltungsabläufe vereinfachen und das Service für Bürgerinnen und Bürger verbessern. Die LEADER-Region Waldviertler Wohlviertel zeigt, wie diese Möglichkeiten sinnvoll und verantwortungsvoll genutzt werden können. Die Region umfasst 18 Mitgliedsgemeinden. Gemeinsam mit dem Institute for AI werden Gemeindebedienstete im Umgang mit KI geschult. Zugleich entstehen konkrete Einsatzmöglichkeiten für den Verwaltungsalltag.

Das Projekt ist ein Schritt zur Umsetzung der KI-Strategie des Landes Niederösterreich. Die Strategie sieht Gemeinden und Regionen als wichtige Partner. Sie sollen beim Aufbau von KI-Kompetenz und beim verantwortungsvollen Einsatz neuer Technologien mitwirken. Unterstützt wird das Vorhaben im Rahmen des LEADER-Programms von Bund, Land und Europäischer Union.

Schulung in drei Teilen

Im Mittelpunkt steht ein dreiteiliger Qualifizierungsprozess. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer lernen die Grundlagen der Künstlichen Intelligenz kennen. Außerdem werden konkrete Anwendungen für ihre tägliche Arbeit gezeigt. Dazu zählen etwa die Unterstützung bei der Sitzungsdokumentation, die Aufbereitung von Texten oder die Vereinfachung wiederkehrender Verwaltungsaufgaben.

Auf dem Programm stehen auch Datenschutz, rechtliche Rahmenbedingungen und die Anforderungen des EU AI Acts. Gerade im kommunalen Umfeld ist es wichtig, KI sicher, verantwortungsvoll und mit klaren Regeln einzusetzen.

Konzipiert und begleitet wird der Prozess vom Institute for AI. Geleitet wird es von Gründerin Florentina Zach. „Unser Ziel ist, KI-Kompetenz nicht bei einer Schulung enden zu lassen“, sagt Zach. Die Mitarbeitenden sollen verstehen, wie sie KI sicher und verantwortungsvoll einsetzen können. Dieses Wissen sollen sie direkt auf ihre eigenen Aufgaben übertragen. „Daraus entstehen konkrete Use Cases, Standards und klare Verantwortlichkeiten.“ So werde aus Qualifizierung echte Transformation im Gemeindealltag.

Gemeinsame Richtlinie für alle Gemeindeämter

Ein weiterer Schwerpunkt ist eine gemeinsame KI-Richtlinie für die Gemeindeämter. Sie soll klar regeln, welche Anwendungen eingesetzt werden können und welche Daten verarbeitet werden dürfen. Auch die Verantwortlichkeiten sollen darin festgehalten werden. Die Gemeinden sollen zudem voneinander lernen. Erfolgreiche Anwendungen sollen sie künftig gemeinsam nutzen können.

Positive Rückmeldungen nach dem ersten Workshop

Der erste Workshop hat bereits stattgefunden. „Die positive Resonanz nach dem ersten Workshop zeigt uns, dass wir mit diesem Angebot den richtigen Weg eingeschlagen haben“, sagt Verena Manhart, Geschäftsführerin der LEADER-Region Waldviertler Wohlviertel. Mit dem Institute for AI habe man einen kompetenten Partner gefunden. Dieser begleite die Gemeinden praxisnah und wecke die Neugier auf eine vertiefende Auseinandersetzung mit KI.