Schilifte
Ziel ist es, Wertschöpfung im Land zu halten, Zukunftsperspektiven zu sichern und ein modernes, nachhaltiges Tourismusbild weiterzuentwickeln.
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Wie die Bundesregierung den Tourismusstandort stärken will

7. Januar 2026
143 Millionen Nächtigungen, aber steigende Kosten und Fachkräftemangel: Ein neues Maßnahmenpaket soll Österreichs Fremdenverkehr stärken.

Der Tourismus ist eine tragende Säule der österreichischen Wirtschaft. Gemeinsam mit der Freizeitwirtschaft erwirtschaftet die Branche rund 14 Prozent der heimischen Wirtschaftsleistung und trägt zur Sicherung von über 567.000 Vollzeitarbeitsplätze bei – besonders in den Regionen ist sie Jobmotor, Exportbranche und Identitätsträger zugleich.

Österreich blickt auf ein starkes Tourismusjahr 2025 zurück: Von Jänner bis November wurden 143,34 Millionen Nächtigungen gezählt: ein Plus von 1,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Besonders erfreulich ist der Start in die heurige Wintersaison: Im November wurden fast 6 Millionen Nächtigungen verzeichnet – ein Zuwachs von 3,4 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Auch die Nachfrage in der Adventzeit war hoch, die Auslastung rund um Weihnachten und Silvester sehr gut.

Trotz guter Nachfrage steht die Branche unter Druck: 

  • Steigende Energie-, Personal- und Finanzierungskosten
  • Zunehmende Herausforderungen bei Fachkräften und Betriebsnachfolge
  • Herausforderungen durch internationale Wettbewerbsfähigkeit und Bürokratie

Ziel ist es, Wertschöpfung im Land zu halten, Zukunftsperspektiven zu sichern und ein modernes, nachhaltiges Tourismusbild weiterzuentwickeln. Gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten ist es entscheidend, Betriebe dort zu entlasten, wo Bürokratie keinen Mehrwert schafft – damit mehr Zeit und Ressourcen für Qualität, Gäste und
Beschäftigte bleiben. 

Maßnahmen zur weiteren Stärkung des Tourismusstandorts Österreich 

Die beschlossenen Maßnahmen zielen auf Qualität, Sichtbarkeit, bessere Rahmenbedingungen und neue Impulse für Betriebe und Beschäftigte: 

Vision T 

Erarbeitung einer neuen nationalen Tourismusstrategie mit starker Beteiligung der Branche 

  • Nach den Expertengipfeln folgen Stakeholderdialoge in allen Bundesländern ab März 2026
  • Neues Zielbild für den Tourismus bis Sommer 2026

Sonderbudget für die Olympischen Winterspiele 2026 

  • 1 Mio. Euro für internationale Bewerbung Österreichs als führende Skidestination

Modernisierung der Beherbergungsstatistik 

  • Mehr Digitalisierung und Datenqualität als Voraussetzung für das digitale Gästeblatt

Neue Imagekampagne „Team Tourismus" 

  • Ziel: Mehr Menschen für Jobs im Tourismus begeistern
  • Schwerpunkt auf moderne Arbeitswelten, Karrieren und Sinnstiftung

Bundesweite Fachkräftestrategie laut Regierungsprogramm 

– im Tourismus mit Schwerpunkt auf Ganzjahresarbeitsplätze und überregionale Vermittlung 

  • Fokus auf bessere Arbeitsbedingungen, Qualifikation und langfristige Bindung

Start des Tourismusbeschäftigtenfonds 

  • 6,5 Mio. Euro jährlich für Qualifizierungs- und Unterstützungsleistungen

Überprüfung der Inflationsberechnung im Tourismus 

  • Gemeinsam mit Statistik Austria, um exportorientierten Charakter besser abzubilden

Programm „NextGen4Austria" zur Betriebsnachfolge im Tourismus

  • Qualifizierungsangebote für potenzielle Nachfolgerinnen und Nachfolger

Preisauszeichnung bei Beherbergungsbetrieben vereinfachen 

  • Klare Regeln für die Ausweisung von Abgaben wie der Ortstaxe, zeitgemäße Anpassung der Pflicht zur Preisangabe im Eingangsbereich

Umsetzung der EU-Verordnung zu Short-Term Rentals 

  • Bund stellt technische Infrastruktur für einheitliche Datenmeldung zur Verfügung

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