Der Hauptplatz von Tamsweg
In Tamsweg werden bereits Verkehrsstrafen der BH Salzburg-Umgebung bearbeitet.
© Shutterstock/Balakate

Salzburg übersiedelt 200 Jobs in die Regionen

Das Land Salzburg wird in den nächsten fünf Jahren 200 Arbeitsplätze in die Regionen verlegen und will damit den ländlichen Raum stärken.

In Tamsweg wird künftig das Landesabgabenamt, in Zell am See die Landesforstdirektion, in Hallein die Referate Gemeindeaufsicht und Gemeindepersonal und in St. Johann im Pongau Teile der Lebensmittelaufsicht aufgebaut. Zudem wird auch die Bezirkshauptmannschaft Salzburg-Umgebung nach Seekirchen übersiedeln.

„Das wird einen Kulturwandel in der Verwaltung mit sich bringen und die Ämter rücken noch näher zum Bürger“, erwartet Landeshauptmann Wilfried Haslauer.

In einem ersten Schritt wurde analysiert, welche Dienststellen die Voraussetzungen für eine Dezentralisierung mit sich bringen. „Besonders geeignet sind dabei Aufgabenstellungen, die durch Kundennähe noch besser erfüllt oder die unabhängig vom Standort erbracht werden können“, so Haslauer.

Herausforderung für das Personalmanagement

„So ein Prozess braucht viel Kommunikation und Gespräche. Wir werden die anstehenden Veränderungen, mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gemeinsam intensiv vorbereiten und in Etappen umsetzen“, erläutert Personal-Landesrat Josef Schwaiger. „Ein wenig hilft uns der Umstand, dass viele Kolleginnen und Kollegen in den kommenden Jahren in Pension gehen“, so Landesrat Josef Schwaiger.

Das Land Salzburg hat im Bereich der Verlagerung aber schon Erfahrungswerte. Bereits heute arbeiten 42 Personen in Außenstellen und rund 550 Menschen in den Bezirkshauptmannschaften. Ein bekanntes Beispiel dafür ist die Nationalparkverwaltung. 

Kürzere Anfahrtswege entlasten die Umwelt

Die strategische Änderung in der Standortpolitik des öffentlichen Dienstes soll sich auch positiv auf die Umwelt auswirken. Lange Anfahrtswege aus den Regionen können verringert und damit die Lebensqualität erhöht werden. Neben der Verlagerung von Arbeitsplätzen werden auch in Zukunft die Möglichkeiten von Telearbeit den Trend hin zur Dezentralisierung verstärken.

Einrichtung von Kompetenz-Bezirkshauptmannschaften

Als weiteren Schritt zur Dezentralisierung und Verwaltungsvereinfachung setzt die Landesregierung künftig auf Kompetenz-Bezirkshauptmannschaften.

Vor allem Verfahren mit geringer Häufigkeit und hohem benötigten Fachwissen lassen sich optimal in „Kompetenz-Zentren“ rascher bearbeiten.

Gute Erfahrungen in diesem Bereich gibt es bereits zum Beispiel in der BH Tamsweg bei der Bearbeitung von Strafverfügungen. Rund 70.000 Verkehrsstrafanzeigen, das ist ein Drittel aller in der Bezirkshauptmannschaft Salzburg-Umgebung durchzuführenden Verwaltungsstrafverfahren, sowie alle Vollstreckungsangelegenheiten der Bezirkshauptmannschaft Salzburg-Umgebung werden durch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bezirkshauptmannschaft Tamsweg abgearbeitet.

Schlagwörter