Max Thinius
Der Futurologe Max Thinius im österreichischen Parlament: „Angst ist das eigentliche Problem. Zukunft wurde positiv gesehen, als nach dem Krieg die Aufbruchsstimmung herrschte. Jetzt in der Wohlstandsgesellschaft herrscht Verlustangst – und die Angst vor der Zukunft hat eine Abwärtsspirale in Gang gesetzt. Aber Zukunft verläuft nicht linear, es ist ein Auf und Ab, ein Vor und Zurück. Daran müssen wir uns wieder gewöhnen.“
© Thomas Max

KI braucht Richtung und nicht nur Effizienz

KI verstärkt Absichten. Wer keine hat, bekommt Effizienz — und sonst nichts. Max Thinius fasste beim Bundesratsforum zur Digitalen Gemeinde in einem Satz zusammen, warum Technologie allein keine Gemeinde weiterbringt. Den Rest des Vormittags verbrachten die Praktiker damit, ihm recht zu geben. KOMMUNAL war dabei.

Wien, Sitzungssaal des Bundesrats, 2. Juni 2026. Wer ins Programm schaut, liest: Expertenforum „Digitale Gemeinde 2035“. Wer zuhört, merkt rasch: falscher Rahmen. Der deutsche Futurologe Max Thinius interessiert sich nicht für Prognosen. Er interessiert sich für die Frage, warum so viele lieber auf die Zukunft warten, als sie zu bauen.

Bundesratspräsident Markus Stotter (ÖVP) hatte dazu im Schwerpunkt seiner Präsident­schaft „Starke Regionen: digital, engagiert, zukunftsorientiert“ geladen. 

Moderator Franz Zeller vom ORF eröffnete mit drei Alltagsbildern: ein Rufbus, der sich nur telefonisch buchen lässt. Eine Energiegemeinschaft ohne Dashboard. Ein Gemeindeamt, das noch Formulare per Post schickt. Sein Befund: Österreich stehe zwischen Innovationsbereitschaft und „gewisser Zukunftsangst“. Futurologe Max Thinius erklärte dann, warum diese Angst das eigentliche Problem ist.

Futurologe statt Zukunftsforscher

Der Unterschied ist für Thinius kein akademischer Streit. Zukunftsforscher projizieren Daten: „2035 werden wir so leben, stellt euch darauf ein.“ Futurologen stellen die umgekehrte Frage: „Was wollen wir, und wie gestalten wir es mit dem, was wir heute haben?“ Das klingt nach Semantik. Es ist ein Grundsatzunterschied mit Konsequenzen für jede Gemeinderatssitzung.

Im Industriezeitalter war Technologie etwas, dem man sich fügte. Mit künstlicher Intelligenz kehrt sich das Verhältnis um: Erstmals müssen Menschen selbst etwas tun, statt sich anzupassen. Der Haken: Wer sich nichts vorstellt, bei dem passiert auch nichts. KI verstärkt Absichten. Wer keine hat, bekommt Effizienz und sonst nichts.

Was Europa mit KI tue, sei zu „96,3 Prozent“ der Versuch, das industriell Aufgebaute effizienter zu machen. Die Zahl stammt von Thinius selbst, sie ist nicht belegt, sitzt aber. Der Schritt darüber hinaus – nämlich zu fragen, was sich mit KI neu erfinden lässt – fehle fast vollständig.

Entscheidend sei ohnehin nicht die Erfindung, sondern die Anwendung. Europa baue seit Jahrzehnten die höchste Lebensqualität der Welt, das zähle offenbar nicht. In europäischen Unternehmensprozessen seien mehr dieser Technologien eingebaut als in den USA.

Wovon Gemeinden profitieren können

Am konkretesten wird Thinius dort, wo es um Kommunen geht. Die menschlich fassbare Einheit liege bei rund 25.000 Menschen. Gemeinden dieser Größenordnung seien deshalb im Vorteil, nicht im Nachteil. Er nennt die Superblocks in Barcelona, wo lokale Versorgung den Online-Handel um rund 35 Prozent senkte, und Toyotas Modellstadt Woven City in Japan. Die Botschaft ist eine Umkehrung: Wer fragt, wie er seine Region „zukunftsfähig“ macht, denkt noch defensiv. Die bessere Frage: Wie gestalten wir aktiv, mit regionaler Wertschöpfung und Geld, das vor Ort bleibt?

Österreich habe es leichter als das größere Deutschland: kürzere Wege, man kenne einander. Das stimmt. Was es nicht erklärt: warum der Rufbus aus Zellers Eingangsbild noch immer nur per Telefon buchbar ist. Diese Lücke zwischen Einsicht und Umsetzung gehört den Praktikern, die nach Thinius das Wort ergriffen. Der Ton wurde, wenig überraschend, nüchterner. 

Digitale Daseinsvorsorge

Nach der Keynote lieferten zwei Praktiker die Statik. Ernst-Olav Ruhle vermaß den Rückstand, Oskar Januschke die ungelöste Machtfrage über die Daten. Die unbequemste Erkenntnis: Vieles ist angekündigt. Wenig ist gebaut.

Es ist ein dankbarer und zugleich undankbarer Job, nach einem Futurologen zu sprechen. Max Thinius hatte das große Bild gezeichnet, die Zukunft als Gestaltungsaufgabe, made from Austria. Ernst-Olav Ruhle, Geschäftsführer von SBR-net Consulting, und Oskar Januschke, Geschäftsführer von Raumprozess+ Public Consulting, lieferten die Statik dazu. Sie fällt nüchterner aus als der Applaus zuvor.

Der Rückstand, vermessen

Ernst-Olav Ruhl
„Glasfaser- und Sensornetze, ein regionaler Datenraum, Anwendungen von Mobilität bis Trinkwasser.“ Ernst-Olav Ruhle, Geschäftsführer von SBR-net Consulting, nennt den Lienzer Talboden als Vorzeigebeispiel.

Österreich liegt beim Glasfaserausbau, gemeinsam mit Deutschland und der Schweiz, unter dem europäischen Durchschnitt. Das ist Ruhles Ausgangsbefund, und er hält keine Relativierung bereit. Das EU-Ziel Gigabit für alle bis 2030 sei schwer erreichbar, weil zuerst dort gebaut werde, wo es leicht ist. Das Teure und Schwierige stehe noch bevor.

Zwischen Ankündigung und realisiertem Anschluss klaffe eine Lücke, die kein Motto schließe. Der Ex-Monopolist A1 investiere weniger in Glasfaser als vergleichbare Unternehmen im Ausland. Gute Kabelnetze und eine führende Position beim Mobilfunk: richtig, aber nicht ausreichend für den künftigen Bedarf. Norwegen hat seine Kupfernetze bereits abgeschaltet. In Österreich gibt es dazu kaum belastbare Pläne.

Ruhles Empfehlungen sind konkret: Anpassung des Kommunikationsgesetzes, ein verbindlicher Plan für den Übergang zu Glasfasernetzen bis 2035, eine Förderung, die auch die Nachfrageseite im Blick hat, und eine Regulierung, die sich auf marktmächtige Unternehmen konzentriert statt auf Fördernehmer. 

Als Vorzeigebeispiel nennt er den Lienzer Talboden in Osttirol: Glasfaser- und Sensornetze, ein regionaler Datenraum, Anwendungen von Mobilität bis Trinkwasser. Der Schlüssel sei Datenhoheit: die Kontrolle behalten, lokal nutzen, nicht jenen überlassen, die daraus über große Skalierung Vorteil ziehen.

Das Daten-Paradox

Drei US-Konzer­ne kontrollieren rund 65 Prozent der in Europa angebotenen Cloud-Kapazität. Ihnen vertrauen wir unsere Daten bedenkenlos an, dem Staat gegenüber beginnt das Misstrauen. Europäische Alternativen gibt es, nur kennt sie kaum jemand. Das ist nicht nur ein Kommunikationsproblem, es ist eine politische Entscheidung, die bisher nicht getroffen wurde.

Wer die Definition schuldet

Oskar Januschke
„KI steht für mich nicht für künstliche Intelligenz, sondern für kritische Infrastrukturen.“ Oskar Januschke, Raumprozess+ Public Consulting

Wo Ruhle den Status vermisst, setzt Oskar Januschke eine Stufe davor an. Sein Vorwurf hat es in sich: Österreich hat digitale Daseinsvorsorge nie definiert. Es fehlt die demokratiepolitische Diskussion darüber, was sie sein soll. Ohne diese Definition lässt sich nicht gerecht über die Umsetzung entscheiden.

Digitalisierung sei ein Transformationsprozess, kein Technologiewechsel. Und sie sei nicht nur Mittel, um Daseinsvorsorge zu sichern, sie sei selbst Daseinsvorsorge. Wasserwerke, Mobilität, Gesundheitseinrichtungen produzieren heute schon Unmengen an Betriebsdaten, die jedoch in fremden Clouds landen. Wer verfügt rechtlich darüber, wer zieht daraus Erlöse?

Sein Gegenmodell: Kommunale Daten über regionale Glasfasernetze in einem Public Data Center bündeln, über dessen Nutzung die interkommunale Demokratie entscheidet. Ein Teil der Erlöse soll in jene öffentlichen Haushalte zurückfließen, die die Daten erzeugen und die Infrastruktur bezahlen. Dass das geht, belegt Januschke mit Zahlen aus seiner Region: 84 Prozent Glasfasererschließung, über 41 Prozent Anschlussrate, beim österreichischen Schnitt von rund 22 Prozent.

Beide Praktiker landeten am selben Punkt wie der Futurologe: bei der Datenhoheit. Und beide hinterließen dieselbe Hausaufgabe an die Politik. Wie das in einer Gemeinde aussieht, die nicht auf Definitionen wartet, zeigte das zweite Panel.

Digitalität und Datenräume im Public Sector

Neuhaus, Gemeinde mit gut tausend Einwohnern im Südosten Kärntens, hat ein Wassernetz digitalisiert, eine Blackout-Kommunikation aufgebaut und mit zwei Universitäten geforscht. Das alles ohne gesetzliche Grundlage. Österreich sollte das zu denken geben.

Ob sich die hehren Ziele der digitalen Daseinsvorsorge wirklich leben lassen, beantwortet man am besten mit einem Beispiel. Moderator Franz Zeller (ORF) bat dazu Maria Rost, Bereichsleiterin Digitales im deutschen Verband kommunaler Unternehmen (VKU), und Regina Wiedl, Amtsleiterin der Gemeinde Neuhaus in Kärnten, auf das Podium. Es waren zwei Welten: die systemische Sicht eines großen Verbandes, die gelebte Praxis einer Gemeinde mit tausend Einwohnern. Die Praxis war es, die hängenblieb.

Die digitale Schicht über der Daseinsvorsorge

 Daten sind die Schlüsselressource. Und hier beginnt das Spannungsfeld: Datenschutz gegen offene Daten, Gemeinwohl gegen wirtschaftliche Verwertung.“ Maria Rost, Bereichsleiterin Digitales im deutschen Verband kommunaler Unternehmen (VKU)
„Daten sind die Schlüsselressource. Und hier beginnt das Spannungsfeld: Datenschutz gegen offene Daten, Gemeinwohl gegen wirtschaftliche Verwertung.“ Maria Rost, Bereichsleiterin Digitales im deutschen Verband kommunaler Unternehmen (VKU)

Maria Rost brachte das Gewicht ihres Verbandes mit: mehr als 1.600 Mitgliedsunternehmen in Energie, Wasser, Abfall und Telekommunikation. Ihr Kerngedanke: Die klassische Daseinsvorsorge bekomme eine digitale Schicht. Der Strom kommt weiter aus der Steckdose, die Prozesse dahinter laufen überwiegend digital. Digitale Infrastruktur sei damit kein Komfort, sondern Grundversorgung.

Daten seien die Schlüsselressource. Und genau hier beginne das Spannungsfeld: Datenschutz gegen offene Daten, Gemeinwohl gegen wirtschaftliche Verwertung. Ihr Modell ist die öffentlich kontrollierte Datenplattform, auf der kommunale Daten über Standardschnittstellen bereitgestellt werden. Digitale Souveränität in kommunaler Hand, nicht bei Plattformkonzernen.

Den strikten Bezug zur österreichischen Debatte stellte Rost beim Recht her: Rechtsüberleitung hemme Investitionen. In Deutschland ruhe die digitale Daseinsvorsorge zwar auf kommunaler Selbstverwaltung, in der Praxis aber erschwerten föderale Unterschiede, ein komplexes Gemeindewirtschaftsrecht und das Vergaberecht die Zusammenarbeit. Ihr Leitsatz für die Übergangszeit: „Digital First, aber noch nicht Digital Only.“

Neuhaus: Eine Gemeinde als Reallabor

Dann betrat die Praxis die Bühne. Regina Wiedl leitet das Amt der Gemeinde Neuhaus im Südosten Kärntens, eine zweisprachige Weinbaugemeinde mit gut tausend Einwohnern, drei Frauen im Amt, rund zehn Bediensteten. Was diese Gemeinde vorzuweisen hat, ließ den Saal staunen: Forschungspartnerschaften mit der Universität der Bundeswehr München, mit dem Software Competence Center Hagenberg und mit der FH Campus Wien. Es ist ihre Gemeinde, und sie behandelt deren Anliegen so, wie man die eigene Heimat behandelt.

Regina Wiedl
„Der wichtigste Hebel beim Mitnehmen der Bevölkerung ist analog. Die Gemeinde kommuniziert jeden Schritt offen, vor allem über die gedruckte ­Gemeindezeitung.“ Regina Wiedl, Amtsleiterin der Kärntner Gemeinde Neuhaus

Der Schlüssel, so Wiedl, sei das gemeinsame Rechenzentrum. Über das Kärntner Gemeindeservicezentrum, an das mehr als 110 von 132 Kärntner Gemeinden angeschlossen sind, verfügt selbst Neuhaus über eine Infrastruktur wie bei großen Stadtwerken – für rund 6.000 Euro im Jahr. Erst dieses Fundament mache den Kopf frei für Innovation. Eine eigene IT-Abteilung kann sich Neuhaus nicht leisten. Sie braucht sie nicht.

Vom Wasserzähler zum Rohrbruchsensor

Begonnen hat es 2021 bodenständig. Die jährliche Zählerablesung kostete Zeit, also stellte die Gemeinde auf die Funktechnologie LoRaWAN um und errichtete auf 36 Quadratkilometern ein eigenes Netz. Was dabei herauskam, war mehr als ein digitaler Zähler: Heute hängen Wetterstationen, Brandrauchmelder, Temperaturregler und Photovoltaikanlagen daran. Die Basisinfrastruktur kostete rund 60.000 Euro. Die Sensoren kosten wenige Euro im Jahr.

Wie viel das bringt, zeigte Weihnachten 2023. Am 24. Dezember meldete das System rund 20 Prozent Leckverlust im Wassernetz. Bis zum 26. Dezember war der Rohrbruch lokalisiert, der Verlust auf sieben Prozent gedrückt. Ohne die digitale Überwachung wäre das Problem unentdeckt geblieben. 

Aus ähnlicher Erfahrung, einem Unwetter mit über 200 Millimeter Niederschlag und zerstörtem Kommunikationskabel, entstand mit der Universität der Bundeswehr München das funkgestützte Krisenkommunikationssystem Merlin: energieautarke Stationen, die die Gemeinde auch bei einem Blackout erreichbar halten.

Das wichtigste Werkzeug heißt Papier

So technikaffin Neuhaus ist: Der wichtigste Hebel beim Mitnehmen der Bevölkerung war analog. Die Gemeinde kommuniziert jeden Schritt offen, vor allem über die gedruckte Gemeindezeitung. Die Umstellung auf das Funknetz, digitale Wasserzähler, Forschungsprojekte: alles erklärt, vor dem Beschluss. Das Ergebnis: kein Bürgerwiderstand, ein einstimmiger Gemeinderatsbeschluss und rund 75 Prozent der Haushalte, die der stündlichen Speicherung ihrer Zäh­lerdaten freiwillig zustimmten.

Futurologe Thinius, der aus dem Publikum zuschaute, bestätigte die Intuition mit einer Zahl, die im Saal hängenblieb: Kommunen mit einer gedruckten Gemeindezeitung seien in der Regel 30 bis 40 Prozent innovativer als Kommunen ohne. Moderator Zeller quittierte das als „Plädoyer für totes Holz“. Die Pointe saß: Die teuerste Sensorik nützt wenig, wenn die Menschen nicht verstehen, was geschieht.

Machen, bis jemand zurückpfeift

So eindrucksvoll die Projekte, so nüchtern der zweite Befund. Vieles davon bewegt sich rechtlich auf dünnem Eis. Die stündlichen Zählerablesungen, mit denen Neuhaus den Rohrbruch fand, seien „rechtlich gesehen gar nicht möglich“, räumte Wiedl ein. Die Gemeinde behalf sich mit Zustimmungserklärungen (die die Bürger auch wieder zurückziehen können, so eine Erkenntnis des VwGH, Anm. d. Red.) und einer eingeholten Rechtsmeinung: bewusstes Risiko. In Kärnten kennt Wiedl nur eine einzige einschlägige Rechtsgrundlage für digitale Wasserzähler: das Kanalisationsgesetz – und auch das regelt im Kern eben nur ein Widerspruchsrecht.

Solche Grundlagen, forderte sie, gehören wie bei Strom und Fernwärme auf Bundesebene geregelt, nicht in jedem Landesgesetz einzeln. Rost bestätigte das Muster für Deutschland: Eine belastbare Verankerung müsste am Grundgesetz ansetzen, ein „dickes Brett“. Bis dahin gilt die pragmatische Devise, die im Panel zur Formel wurde: Wir machen so lange, bis uns jemand zurückpfeift. Eine Methode, wie Zeller trocken anmerkte, die auf Gemeindeebene erheblich riskanter ist als im großen Verband.

Thinius lieferte dazu die theoretische Begründung: Bei dem Tempo, in dem täglich neue Technologien entstehen, lassen sich Gesetze nicht mehr für die Ewigkeit schreiben. Die Forschung bewegt sich weg von starren Vorgaben, hin zu Werten: Welchen gesellschaftlichen Nutzen soll eine Anwendung stiften? In dänischen Förderprogrammen genüge eine Präambel über die angestrebte Wirkung : Wer später vieles ändert, braucht keine neue Genehmigung –anders als in Österreich.

Stotters Bilanz

Markus Stotter
„Kommunikationsinfrastruktur ist die Lebensader jeder Region, regionale Rechenzentren und flächendeckende Glasfaser sind kein Luxus, sondern Daseinsvorsorge.“ Markus Stotter, Bürgermeister der Gemeinde Oberlienz und im ersten Halbjahr 2026 amtierender Präsident des österreichischen Bundesrats, in seiner Bilanz

Bundesratspräsident Markus Stotter zog nach drei Stunden eine Bilanz, die fast alle Fäden bündelte. Kommunikationsinfrastruktur sei die Lebensader jeder Region, regionale Rechenzentren und flächendeckende Glasfaser seien kein Luxus, sondern Daseinsvorsorge. Die Entscheidungshoheit über die Daten gehöre in die Regionen. Dafür brauche es zweierlei: die finanziellen Mittel und die rechtlichen Rahmenbedingungen, die Kooperation überhaupt erst ermöglichen. 

Thinius’ Satz vom Gestalten statt Erleiden hat in Neuhaus längst einen Namen. Er heißt: einfach machen.  


 

Schlagwörter