Teilnehmerinnen der 3. Internationalen Bürgermeisterinnenkonferenz
Bürgermeisterinnen und Gemeindepräsidentinnen aus Österreich, Deutschland und der Schweiz diskutierten darüber, wie das politische Engagement von Frauen in Gemeindebehörden weiter gestärkt werden kann.
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Veranstaltung

Ideen, Instrumente & Impulse für mehr Frauen in der Kommunalpolitik

27. Juni 2024
Noch immer sind in den kommunalen Behörden verhältnismäßig wenige Frauen vertreten. Darüber diskutierten bei der internationalen Bürgermeisterinnenkonferenz in Schaffhausen rund 60 Gemeindevorsteherinnen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Deutschland, Österreich und die Schweiz stehen vor derselben Herausforderung: Nur 15,5 Prozent (CH) bzw. nur rund 10 Prozent (D, A) aller Gemeindepräsidien sind in weiblicher Hand. Der Schweizerische Gemeindeverband, der Deutsche Städte- und Gemeindebund, der Österreichische Gemeindebund sowie die EAF Berlin (Europäische Akademie für Frauen in Politik und Wirtschaft) steuern gegen.

Fokus auf Nachwuchsförderung

Nach 2022 in Wien und 2023 in Berlin holte der Schweizerische Gemeindeverband die dritte internationale Bürger­meisterinnenkonferenz in diesem Jahr nach Schaffhausen in die Schweiz. Bürgermeisterinnen und Gemeindepräsidentinnen der drei Länder diskutierten Mitte Juni darüber, wie das politische Engagement von Frauen in Gemeindebehörden weiter gestärkt werden kann. Der Fokus lag dieses Mal auf der Nachwuchsförderung und damit auf der Frage, wie sich junge Frauen für ein Amt in der Kommunalpolitik begeistern lassen.

Amtsträgerinnen als „Mutmacherinnen“ und Vorbilder

Im Zentrum der Konferenz standen indes nicht allein der Wissenstransfer und der Erfahrungs­austausch, sondern auch die Vernetzung der Gemeindevorsteherinnen über die Landesgrenzen hinweg. So gaben Bürgermeisterinnen bzw. Gemeindepräsidentinnen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz persönliche Einblicke in ihre Erfahrungen in der Gemeindepolitik und debattierten mit Vertreterinnen der drei Kommunalverbände über die Herausforderungen, Hürden und Chancen in der politischen Nachwuchsförderung von Frauen.

Dabei wurde deutlich, dass Bürgermeisterinnen und Gemeindepräsidentinnen eine wesentliche Säule der kommunalpolitischen Nachwuchs­förderung bilden, indem sie gegenüber anderen (jungen) Frauen eine Rolle als „Mutmacherinnen“ und Vorbild einnehmen. Eine wesentliche Rolle kommt zudem dem Ausbau von Mentoring-Programmen sowie der überregionalen Vernetzung zu. 

Frauen bringen neue Ideen

Nicht zuletzt sind es die Rahmenbedingungen, die mit darüber entscheiden, ob ein kommunalpolitisches Engagement überhaupt möglich ist. Es ist daher eminent wichtig, Voraussetzungen, die einem stärkeren Engagement (gerade auch) von Frauen im Wege stehen, auf nationaler Ebene zu verbessern.

„Ein höherer Frauenanteil in der Kommunalpolitik ist nicht nur eine Frage der Fairness, sondern sorgt auch für neue Stimmen und Ideen“, so Doris Schmidauer, Ehefrau des österreichischen Bundespräsidenten und Schirmherrin der Bürgermeisterinnenkonferenz.