leerstehende Fabrik
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Brachflächen: Gemeinden können ungenutzte Areale melden

30. September 2026
In Niederösterreich sollen ungenutzte Industrie- und Gewerbeflächen wieder genutzt werden. Das ecoplus Investorenservice führt derzeit die zweite landesweite Brachflächenerhebung bei den Gemeinden durch. Ziel ist es, die Flächenreserven zu erfassen und für künftige Betriebsansiedlungen nutzbar zu machen.

Gemeinden können neue Brachflächen melden. Sie können auch bestehende Datensätze aus der ersten Erhebung im Jahr 2023 aktualisieren.

Wachstum ohne zusätzlichen Bodenverbrauch

Das Land setzt über seine Wirtschaftsagentur ecoplus einen Schwerpunkt auf die Revitalisierung von Brachflächen für Betriebsansiedlungen. Ein wichtiger Schritt dabei ist die Erhebung und Bewertung möglicher Standorte. „Unsere Gemeinden können hier einen wertvollen Beitrag leisten, indem sie sich an der Brachflächenerhebung beteiligen“, sagt Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner.

Wirtschaftliche Entwicklung und Umweltschutz sollen in Einklang gebracht werden. Dafür brauche es ein Bündel an Maßnahmen, so Mikl-Leitner. Brachflächen und Widmungsreserven seien wertvolle Ressourcen für die Weiterentwicklung der Gemeinden. „Die Revitalisierung bestehender Standorte ermöglicht wirtschaftliches Wachstum und die Schaffung neuer Arbeitsplätze, ohne zusätzlichen Boden zu verbrauchen“, betont die Landeshauptfrau.

Rund 920 Hektar bei der ersten Erhebung

An der ersten Erhebung im Jahr 2023 beteiligten sich 386 Gemeinden. Sie meldeten rund 700 gewerbliche, industrielle und touristische Brachflächen. Die Gesamtfläche beträgt etwa 920 Hektar, berichten ecoplus-Geschäftsführer Helmut Miernicki und Prokurist Bernhard Ebner.

Die erhobenen Standorte werden seither verstärkt Unternehmen angeboten, die einen neuen Betriebsstandort suchen. Im Standortkompass unter www.standortkompass.at lassen sich zudem klimafitte Standorte ohne zusätzlichen Bodenverbrauch filtern.

Ehemaliges Ziegelofengelände in Zellerndorf

Welche Chancen sich für Gemeinden ergeben können, zeigt ein Beispiel aus dem Weinviertel. In Zellerndorf rückte im Zuge der Brachflächenerhebung das ehemalige Ziegelofengelände als Entwicklungsstandort in den Fokus. Die Gemeinde betrachtete das Areal nicht länger nur als Industriebrache. Sie entschied sich, den Standort im Einklang mit ihrer Gemeindevision weiterzuentwickeln und für neue wirtschaftliche Nutzungen zu öffnen.

Bürgermeister Markus Baier sieht in der Erhebung ein nützliches Werkzeug. Sie mache vorhandene Potenziale sichtbar und unterstütze Gemeinden dabei, Leerstände und ungenutzte Flächen zu aktivieren. „Der Aufwand für die Teilnahme ist überschaubar, der Nutzen jedoch beträchtlich: Gemeinden gewinnen einen Überblick über ihre Flächenreserven und schaffen eine wichtige Datengrundlage für zukunftsorientierte Standortentscheidungen“, sagt Baier.

Weitere Informationen 

www.ecoplus.at/brachflaechenerhebung-2026

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