Das Bevölkerungswachstum konzentriert sich vor allem auf wirtschaftlich starke Regionen und deren Umland.
© Land Salzburg/Büro Zauner
Wachsender Druck auf begrenzten Boden
Rund 1.430 Quadratkilometer stehen im Land Salzburg als Dauersiedlungsraum zur Verfügung. Dieser Wert bleibt konstant – die Bevölkerung jedoch nicht. Von 2002 bis 2024 ist sie um rund zehn Prozent gewachsen, derzeit leben rund 574.000 Menschen im Bundesland. Bis 2044 rechnet die Landesstatistik mit rund 600.000 Einwohnern und Einwohnerinnen. Mit 400 Einwohnern und Einwohnerinnen pro Quadratkilometer liegt die Bevölkerungsdichte deutlich über dem österreichischen Durchschnitt von 293 Personen pro Quadratkilometer. Der Raumordnungsbericht des Landes für die Jahre 2020 bis 2024 zeigt, welche Folgen das hat.
Der Bericht erscheint einmal pro Gesetzgebungsperiode. Auf 120 Seiten fasst er die maßgeblichen Entwicklungsdaten zusammen, arbeitet Herausforderungen heraus und leitet Handlungsempfehlungen ab.
Kleinere Haushalte, mehr Bedarf an Wohnraum
Neben dem Bevölkerungswachstum verändert der gesellschaftliche Wandel den Wohnungsmarkt zusätzlich. Im Jahr 2021 waren bereits mehr als 66 Prozent aller Privathaushalte Ein- oder Zweipersonenhaushalte. Bis 2051 wird dieser Anteil laut Bericht auf fast 70 Prozent steigen. Kleinere Haushalte benötigen mehr Wohneinheiten – der Druck auf den begrenzten Dauersiedlungsraum nimmt damit weiter zu.
Landesrat Martin Zauner kommentiert dies so: „Bei unserem vordringlichsten Thema Wohnen zeigt uns der Raumordnungsbericht, dass der Bestand besser genutzt und leistbares Wohnen weiterhin seitens des Landes unterstützt werden muss."
Bevölkerung wandert in Richtung Norden
Der Bericht zeigt auch, wohin sich die Bevölkerung bewegt. Das Wachstum konzentriert sich vor allem auf den Salzburger Zentralraum und sein Umland. Wer leistbaren oder größeren Wohnraum sucht, weicht zunehmend in weiter entfernte Gebiete aus – vor allem in das Salzburger Seengebiet, den nördlichen Flachgau und über die Landesgrenze nach Oberösterreich. Im Süden des Landes ist ein gegenteiliger Trend erkennbar: Aus Gemeinden mit eingeschränkter Erreichbarkeit wandern Menschen ab.
Unterstützung für Gemeinden ausgebaut
Das Land hat die Unterstützung für Gemeinden verstärkt. Dabei setzt man auf das Know-how des Salzburger Instituts für Raumordnung und der Land-Invest, um insbesondere kleinere Kommunen zu beraten. Das Programm zur Dorf- und Stadtentwicklung wurde ausgebaut, eine Standortdatenbank eingerichtet. Ziel aller Maßnahmen ist laut Zauner ein sparsamer Umgang mit Grund und Boden sowie die bestmögliche Nutzung vorhandener Flächen für leistbaren Wohnraum und wirtschaftliche Entwicklung.
Bericht kommt in den Landtag
Der Raumordnungsbericht wird in der Landtagssitzung vom 25. März eingebracht und anschließend in einer Ausschusssitzung mit den Fraktionen beraten. Danach nimmt ihn der Landtag zur Kenntnis.