Bürgermeister Robert Bimminger
Bürgermeister Robert Bimminger wurde für das Filmprojekt interviewt.
© Marktgemeinde Eugendorf / Neumayr

Schüler drehen Film über neue Kindertagesstätte

26. Februar 2026
Die Marktgemeinde Eugendorf hat ein lang geplantes Infrastrukturprojekt abgeschlossen: Am 16. Februar 2026 nahm die Kindertagesstätte (Kita) Reitberg ihren Betrieb auf. Die Einrichtung bietet Platz für bis zu 92 Kinder im Alter von einem bis sechs Jahren und umfasst acht Gruppen. Die Investitionssumme beträgt rund acht Millionen Euro inklusive Einrichtung.

Die Geschichte des Projekts reicht weit zurück. Bereits 2018 musste die Gemeinde mit einer temporären Containerlösung – dem sogenannten „Fuchsbau" – auf den steigenden Bedarf an Betreuungsplätzen reagieren. Teile der Kinderbetreuung waren zeitweise auch in Räumlichkeiten der Mittelschule untergebracht. Ab 2019 begann die konkrete Planung für eine dauerhafte Lösung. Die Entscheidung fiel auf ein Grundstück im Ortsteil Reitberg, das die Gemeinde bereits zuvor angekauft hatte.

Insolvenz des Generalunternehmers verzögerte den Bau

Der Baubeginn war am 30. Oktober 2023. Die ursprünglich geplante Bauzeit verlängerte sich um rund fünf Monate, nachdem der Generalunternehmer Insolvenz anmelden musste. Nach rund 2,5 Jahren Bauzeit konnte die Einrichtung schließlich eröffnet werden.

Das Gebäude wurde von der Thalmeier Architektur ZT GmbH entworfen. Als Projektpartner für die Bauabwicklung fungierte die gemeinnützige Bauvereinigung „die Salzburg". Errichtet wurde das Haus in Hybridbauweise, einer Kombination aus Holzskelett- und Massivbau. Das Energiekonzept umfasst fünf Tiefenbohrungen mit 34 kW Leistung, eine Wärmepumpe, Bauteilaktivierung sowie eine Photovoltaikanlage mit 50 kWp. Ziel ist eine weitgehende energetische Eigenversorgung. Die Planung zielt auf die Zertifizierung „klimaaktiv Silber" ab.

Platz für Wachstum – auch räumlich

Derzeit sind vier Krabbelgruppen in dem neuen Gebäude untergebracht. Ab September sollen zwei weitere, alterserweiterte Gruppen im Obergeschoß folgen. Zwei zusätzliche Gruppenräume stehen als Reserve für künftige Entwicklungen bereit. Die Freiflächen umfassen rund 1.468 m², darunter überdachte Balkone und Terrassen. Das Gebäude ist vollständig barrierefrei zugänglich: Rampe, automatische Eingangstür und Aufzug verbinden Tiefgarage, Erd- und Obergeschoß.

Bürgermeister Robert Bimminger sagte zur Eröffnung: „Dieses Projekt hat uns viele Jahre begleitet und wichtige Entscheidungen verlangt. Umso mehr freut es mich, dass wir nun ein Haus eröffnen konnten, das für Eugendorf langfristig von Bedeutung sein wird."

Kita Eugendorf
Das Haus wurde in Hybridbauweise, einer Kombination aus Holzskelett- und Massivbau, errichtet.

Schüler dokumentieren die neue Kita auf Video

Parallel zur Eröffnung der Kita entstand ein Schulprojekt mit direktem Bezug zur neuen Einrichtung. Die 3M-Klasse der MINT-Mittelschule Eugendorf produziert gemeinsam mit der Marktgemeinde ein Video über die Kita Reitberg. Initiiert wurde das Projekt von Lehrerin Elisabeth Stuck. Die Schülerinnen und Schüler führen Interviews mit sieben zentralen Projektbeteiligten, darunter Bürgermeister Robert Bimminger, Architekt Karl Thalmeier, Bauamtsleiterin Eva Rosenhammer, Projektleiter Ing. Roman Widhalm von „die Salzburg", Bauausschuss-Obmann Gerald Edlmair, Vizebürgermeisterin Eveline Bayrhamer sowie Kita-Leiterin Nedrete Jahja-Rraci.

Die Jugendlichen übernehmen dabei sämtliche Aufgaben eigenständig: Recherche, Interviewführung, Kameraarbeit, Schnitt und Projektorganisation. Das fertige Video wird als interaktives Quizformat aufbereitet und auf der Website der Marktgemeinde veröffentlicht. Bis zum geplanten Tag der offenen Tür im Sommer soll es als zentrale Informationsquelle zur neuen Kita dienen. Das Projekt verbindet Medienbildung und Berufsorientierung: Die Schülerinnen und Schüler setzen sich dabei mit Berufsfeldern in Politik, Verwaltung, Architektur, Bauwesen und Elementarpädagogik auseinander.

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