Blick vom Danielsberg auf das untere Mölltal
Der Prozess der Regionalen Entwicklungsleitbilder wird auf Mittel- und Oberkärnten ausgeweitet.
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Regionale Arbeitsprogramme zeigen deutlichen Baufortschritt

15. Juli 2026
Der Umsetzungsstand der regionalen Arbeitsprogramme 2026 stand auf der Tagesordnung der Kärntner Landesregierung. Der Halbjahresbericht wurde von Landeshauptmann-Stellvertreter Martin Gruber vorgelegt.

Die Arbeitsprogramme umfassen aktuell insgesamt 343 Projekte. Davon laufen bereits 207 Projekte, 47 sind abgeschlossen. Weitere 89 Projekte befinden sich in der Planungsphase.

„Der Bericht zeigt, wie viel Bewegung in den Regionen steckt. Damit wird echte Wertschöpfung in den Gemeinden vor Ort und für die Menschen geschaffen, die dort leben und arbeiten“, sagte Gruber.

Förderfähige Kosten von rund 41 Millionen Euro

Die förderfähigen Kosten der heuer bereits abgeschlossenen und in Umsetzung befindlichen Projekte belaufen sich auf rund 41 Millionen Euro. Dafür werden rund 25,6 Millionen Euro an Fördermitteln aus verschiedenen Programmen eingesetzt, etwa aus LEADER oder der Orts- und Regionalentwicklung des Landes.

„Diese Zahlen zeigen, dass jeder Förder-Euro, der in die Regionen investiert wird, rund 1,77 Euro an förderfähigen Kosten auslöst. Das ist gelebte Wertschöpfung und unterstreicht die Bedeutung der Orts- und Regionalentwicklung als Instrument zur Stärkung des ländlichen Raums“, betonte Gruber.

Zentrales Steuerungsinstrument seit 2023

Mit dem Inkrafttreten des Regionalentwicklungsgesetzes im März 2023 sind die regionalen Arbeitsprogramme das zentrale Steuerungsinstrument der Regionalentwicklung. Sie dienen der nachhaltigen und proaktiven Entwicklung der insgesamt sieben Regionen als Lebens-, Wirtschafts-, Arbeits- und Bildungsräume für alle Generationen und Bevölkerungsgruppen.

Schwerpunkte bei Ortskernen und Leerstand

Ergänzend dazu setzt das Land in der Orts- und Regionalentwicklung eigene inhaltliche Schwerpunkte. Dazu zählen heuer unter anderem die Belebung von Orts- und Stadtkernen, die Aktivierung von Leerstand sowie die Regionalen Entwicklungsbilder (RELBs).

Entwicklungsleitbilder werden ausgeweitet

Der Prozess der Regionalen Entwicklungsleitbilder war 2025 in den Gebieten entlang des Koralmbahnkorridors gestartet worden. Heuer wird er auf Mittel- und Oberkärnten ausgeweitet.

„Damit wird nicht nur die Frage beantwortet, was sich in einer Region entwickeln soll, sondern auch wo genau. Damit entsteht erstmals eine flächendeckende, abgestimmte Strategie für das ganze Land, in der Gemeinden und Regionen ihre Stärken gemeinsam ausspielen können. Das alte Kirchturmdenken ist damit einer überregionalen und abgestimmten Standortentwicklung gewichen. Das Ziel bleibt, dass alle Regionen von den Chancen der Koralmbahn profitieren und sich weiterhin positiv entwickeln können“, sagte Gruber.

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