Ziviltechniker Erich Eibensteiner, Bürgermeister Christian Scheider (Klagenfurt), Bürgermeister Günther Albel (Villach), Landesrätin Marika Lagger-Pöllinger, Bürgermeister Martin Kulmer (St. Veit) und Bürgermeister Martin Treffner (Feldkirchen).
© Land Kärnten/Michael Stabentheiner
Notversorgung mit Trinkwasser wird gestärkt
Kärnten investiert in die langfristige Sicherheit seiner Trinkwasserversorgung. Im Kärntner Zentralraum startet ein überregionales Leitungsnetz, das mehrere Gemeinden miteinander verbindet. Ziel ist es, die Versorgung auch in Trockenperioden und Krisenfällen zu gewährleisten.
Das Herzstück des Projekts ist eine Leitung, die die Städte Klagenfurt und Villach direkt verbindet. Die Kosten dafür werden auf rund 30 Millionen Euro geschätzt. Noch in diesem Jahr sollen die Pläne beim Land Kärnten eingereicht werden. Der Baubeginn ist für 2028 vorgesehen.
Bei einer Pressekonferenz betonte der Villacher Bürgermeister Günther Albel die Dringlichkeit: „Als Obmann des Wasserverbandes Kärnten ist mir die zügige Umsetzung des Jahrhundertprojekts zur Trinkwasser-Sicherheit wichtig.“
Ein Teilprojekt im Unteren Drautal wird bereits seit dem Vorjahr gebaut. Dort werden Villach, Weißenstein und Paternion besser miteinander vernetzt.
Ausgleich zwischen Regionen
Die Wasserschiene soll zwei Aufgaben erfüllen: In Notsituationen können Gemeinden einander rasch aushelfen. Im normalen Betrieb ermöglicht das Netz einen dauerhaften Ausgleich zwischen Regionen mit reichlich Wasser und solchen mit geringerem Wasserdargebot.
Ziviltechniker Erich Eibensteiner erläuterte: „Die Wasserschiene im Kärntner Zentralraum erfüllt zwei zentrale Funktionen: Einerseits schafft sie die Möglichkeit, in Notsituationen rasch und gezielt auszuhelfen. Andererseits ermöglicht sie im laufenden Betrieb einen dauerhaften Ausgleich zwischen Regionen mit Wasserüberschuss und Regionen mit geringerem Wasserdargebot.“
Gemeinden als Träger des Projekts
Die beteiligten Gemeinden — darunter Klagenfurt, Villach, St. Veit und Feldkirchen — arbeiten im Rahmen des Wasserverbandes Kärnten zusammen. Die Stadtwerke Klagenfurt sind Gründungsmitglied des Verbandes und bringen Erfahrung aus dem bestehenden Wasserverband Klagenfurt–St. Veit ein.
Der Klagenfurter Bürgermeister Christian Scheider sprach bei der Pressekonferenz von einem generationenübergreifenden Vorhaben: „Gemeinsam mit dem Land Kärnten sowie den Städten Villach, St. Veit und Feldkirchen wurde die so wichtige Wasserschiene auf den Weg gebracht, mit dem Ziel, die Trinkwasserversorgung auch für die nächsten Generationen zu gewährleisten und abzusichern.“
Landesrätin Lagger-Pöllinger betonte, dass Versorgungssicherheit vorausschauendes Handeln erfordere: „Versorgungssicherheit entsteht nicht erst dann, wenn der Mangel spürbar wird, sondern dort, wo rechtzeitig geplant, investiert und gebaut wird.“