Frau am Steuer eines Autos sucht Parkplatz
Die Mehrheit der Autofahrerinnen und Autofahrer hat zumindest fallweise Schwierigkeiten einen Parkplatz in der Stadt zu finden.
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Mobilität

Auto bleibt Freiheitssymbol trotz mehr Stress im Verkehr

14. Juli 2026
Das eigene Auto bleibt für die meisten Menschen in Österreich unverzichtbar. Das zeigt eine aktuelle Studie des Marktforschungsinstituts Marketagent. Gleichzeitig empfinden immer mehr Menschen Staus und die Parkplatzsuche in Städten als belastend.

Für die Studie befragte Marketagent 1.088 Personen zwischen 17 und 75 Jahren in Österreich. Rund 80 Prozent der Befragten nutzen ein Auto für private oder berufliche Wege. Für mehr als die Hälfte ist das Fahrzeug vor allem ein praktischer Alltagshelfer.

Für jede zweite Person bedeutet das Auto zudem ein Stück persönliche Freiheit. Bei der Generation Z ist dieses Gefühl besonders stark ausgeprägt: 56 Prozent verbinden ihr Auto mit Unabhängigkeit. Nur 36 Prozent der jungen Generation sehen im Auto ein reines Transportmittel. Lediglich 2,3 Prozent der Befragten würde ein fehlendes Auto überhaupt nicht vermissen.

Grafik Rolle des Autos

Staus belasten immer mehr Autofahrerinnen und Autofahrer

Mehr als die Hälfte der Befragten, 56 Prozent, nimmt eine Zunahme von Staus in Ballungsräumen wahr. 30 Prozent spüren diese Verschlechterung deutlich. Als Hauptursachen nennen die Befragten Baustellen (50 Prozent), Pendlerverkehr zu Stoßzeiten (47 Prozent) und eine zu hohe Anzahl an Autos (43 Prozent). In Wien fühlen sich Autofahrerinnen und Autofahrer am stärksten belastet: 27 Prozent klagen über eine starke Stressbelastung durch Staus.

78 Prozent der Befragten setzen Strategien ein, um Staus zu vermeiden. Am häufigsten meiden sie stauanfällige Zeiten (44 Prozent) oder Strecken (33 Prozent). Ein Drittel plant grundsätzlich mehr Zeit für Fahrten ein. 17 Prozent steigen zu Stoßzeiten auf öffentliche Verkehrsmittel um, in Wien sind es 32 Prozent.

Parkplatzsuche wird zum Geduldsspiel

  • 64 Prozent der Befragten bemerken eine Verschlechterung bei der Parkplatzsuche in Städten, 
  • 42 Prozent sprechen von einer deutlichen Verschlechterung. 
  • 87 Prozent der Autofahrerinnen und Autofahrer haben zumindest gelegentlich Schwierigkeiten, einen Parkplatz zu finden. 
  • 29 Prozent erleben dieses Problem häufig. 
  • 30 Prozent vergleichen die Parkplatzsuche mit einem Glücksspiel, 28 Prozent mit einem Geduldsspiel.

Als Lösung wünschen sich die Befragten günstigere öffentliche Verkehrsmittel (40 Prozent), mehr Parkhäuser und Tiefgaragen (35 Prozent) sowie Park-and-Ride-Angebote am Stadtrand (34 Prozent). Auch eine bessere Nutzung bestehender Parkflächen (32 Prozent) und ein Ausbau der öffentlichen Verkehrsmittel (30 Prozent) stehen auf der Wunschliste.

Ausblick

Die Studie zeigt: Das Auto bleibt fester Bestandteil der individuellen Mobilität in Österreich. Für 55 Prozent der Befragten ist es vor allem ein praktisches Verkehrsmittel, nur 9 Prozent sehen darin ein Statussymbol. Wachsende Staus und Parkplatzprobleme dürften den Druck auf Gemeinden und Städte erhöhen, Lösungen wie den Ausbau von Park-and-Ride-Angeboten und öffentlichen Verkehrsmitteln voranzutreiben.

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