
In der Gemeinde Straden konnte die Volkspartei sogar dazugewinnen und erreichte über 62 Prozent.
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Gemeinderatswahlen in der Steiermark
ÖVP verliert und gewinnt aber doch
Bei den steirischen Gemeinderatswahlen musste die ÖVP Verluste hinnehmen, bleibt aber die „Bürgermeisterpartei“. Im Gegensatz zur Landtagswahl im Jänner gewann die FPÖ nicht so stark dazu, wie es vielerorts erwartet worden war.
Am 23. März fanden in der Steiermark Gemeinderatswahlen statt.
- Die ÖVP erreichte insgesamt 43,7 Prozent der Stimmen und sicherte sich 2.483 der insgesamt 5.062 Gemeinderatsmandate.
- Die SPÖ kam auf 27,8 Prozent und erhielt 1.362 Mandate.
- Die FPÖ erzielte 17,4 Prozent der Stimmen und erhielt 801 Mandate.
- Die Grünen erreichten 3,6 Prozent mit 121 Mandaten,
- während die NEOS 1,1 Prozent und 29 Mandate erhielten.
- Die KPÖ kam auf 1,1 Prozent und erhielt 23 Mandate.
- Sonstige Listen erreichten zusammen 5,4 Prozent und erhielten 243 Mandate.
Verluste für die SPÖ in den Städten
In den größeren Städten der Steiermark gab es teils deutliche Veränderungen. In Bruck an der Mur verlor die SPÖ ihre absolute Mehrheit und wurde nahezu halbiert. In Leoben büßte die SPÖ ebenfalls die absolute Mehrheit ein. In Leibnitz verlor die SPÖ die absolute Mehrheit; hier erhebt die FPÖ als Zweitplatzierte Anspruch auf das Bürgermeisteramt. In Deutschlandsberg verlor die SPÖ fünf Mandate und damit die absolute Mehrheit.
Trotz Zugewinnen gelang es der FPÖ in keiner Gemeinde, die Mehrheit zu erreichen. In St. Michael fehlte ihr weniger als ein Prozent zum ersten Platz. Da die FPÖ in keiner Gemeinde die Mehrheit erringen konnte, wird sie wohl keinen Bürgermeister stellen.
Die Wahlbeteiligung lag bei 68,75 Prozent und war damit höher als bei der letzten Wahl 2020 mit 62,2 Prozent