Jugendliche beim Spielen
Die Offene Jugendarbeit soll einen wesentlichen Beitrag zur persönlichen Entwicklung junger Menschen, zur sozialen Integration sowie zur Präventionsarbeit leisten.
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Förderungen für Jugendzentren und Jugendräume

23. Januar 2026
Die steiermärkischen Landesregierung hat Förderungen für insgesamt 43 Jugendzentren und Jugendräume im Gesamtausmaß von 1.518.400 Euro beschlossen. Damit soll der laufende Betrieb dieser Einrichtungen – in Kooperation mit den Gemeinden – abgesichert werden.

Die Förderungen erfolgen aus dem Budget für Offene Jugendarbeit und dienen insbesondere der Kofinanzierung der Personalkosten. Im vergangenen Jahr betrug diese Unterstützung 615,60 Euro je Anstellungsstunde. Im Zuge des aktuellen Budgetvollzugs konnte eine Valorisierung um rund 5,6 Prozent erreicht werden. Die Förderung steigt damit auf 650,00 Euro je Anstellungsstunde.

Mindestens 310 Euro mehr

Je nach Anstellungsumfang in den einzelnen Jugendzentren und Jugendräumen ergibt sich daraus eine entsprechende Anhebung der Förderhöhe. Diese reicht von rund 310 Euro bei kleineren Einrichtungen mit etwa neun Anstellungsstunden bis zu rund 2.580 Euro bei voll ausgebauten Jugendzentren mit bis zu 75 Anstellungsstunden. Die konkrete Förderhöhe orientiert sich dabei an den jeweils tatsächlich beantragten Stunden.

Jugendlandesrat Stefan Hermann : „Trotz der angespannten Budgetlage ist es uns gelungen, eine Valorisierung im Bereich der Offenen Jugendarbeit umzusetzen. Das zeigt ganz klar, welchen Stellenwert die institutionalisierte Jugendarbeit für uns hat: Jugend und Bildung fallen nicht dem Sparstift zum Opfer – sie sind Investitionen in die Zukunft unseres Landes. Die Offene Jugendarbeit setzt dort an, wo andere Systeme oft nicht mehr greifen. Die Mitarbeiter in den Jugendzentren leisten herausragende Arbeit – nicht nur im Bereich einer sinnvollen Freizeitgestaltung, sondern vor allem auch in der Prävention und Begleitung junger Menschen in schwierigen Lebenslagen. Nicht zuletzt der zunehmende Spardruck auf kommunaler Ebene setzt viele Jugendzentren unter Druck. Umso wichtiger ist es, dass wir als Land Verantwortung übernehmen und mit der Anpassung der Förderhöhen gezielt unterstützen. Jugendarbeit wirkt – und deshalb ist uns die Aufrechterhaltung der Jugendzentren ein besonderes Anliegen.“

Landeshauptmann-Stellvertreterin Manuela Khom: „Die Offene Jugendarbeit ist ein unverzichtbarer Bestandteil des sozialen Zusammenhalts in unseren Gemeinden. Jugendzentren und Jugendräume sind Orte der Begegnung, der Orientierung und der Unterstützung – gerade für junge Menschen, die Stabilität und verlässliche Ansprechpartner brauchen. Hier können sie sich in einem geschützten Rahmen frei entfalten. Mit dieser Förderung stärken wir nicht nur die wichtige Arbeit der Trägerorganisationen, sondern unterstützen gezielt auch unsere steirischen Kommunen, die diese Angebote gemeinsam mit dem Land tragen. Jeder Euro, den wir in die Jugendarbeit investieren, ist auch eine Investition in die Zukunft unserer Regionen und in ein starkes, solidarisches Miteinander in der Steiermark.“

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