Lech am Arlberg
Lech am Arlberg ist, nach dem ersten Wiener Gemeindebezirk, die Gemeinde, in der die Kaufkraft am höchsten ist.
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Wirtschaft

Kaufkraft in Österreich: Salzburg voran, Wien verliert an Boden

Die Kaufkraft in Österreich ist auch im Jahr 2026 gestiegen. In allen Bundesländern steht den Menschen im Schnitt mehr Geld zur Verfügung als in den Jahren davor. Gleichzeitig bleiben die Unterschiede zwischen den Regionen deutlich sichtbar.

An der Spitze der Bundesländer liegt Salzburg mit einer durchschnittlichen Kaufkraft von 30.954 Euro pro Einwohner. Dahinter folgen Niederösterreich und Oberösterreich. Am unteren Ende finden sich Wien und Kärnten, die unter dem österreichweiten Durchschnitt liegen.

Langfristig zeigt sich jedoch eine Verschiebung. Einige wirtschaftlich schwächere Regionen holen auf. Besonders in Tirol, im Burgenland und in Kärnten ist die Entwicklung dynamischer. Wien verliert im Vergleich an Position. Gründe sind unter anderem höhere Arbeitslosigkeit und demografische Veränderungen.

Deutliches Gefälle auf Gemeindeebene

Noch stärker als zwischen den Bundesländern sind die Unterschiede zwischen den Gemeinden. Hier zeigt sich ein sehr großes Gefälle.

Die kaufkräftigsten Gemeinden

Die höchsten Werte werden in wohlhabenden Stadtlagen, Umlandgemeinden und Tourismusorten erreicht:

  • Wien 1., Innere Stadt: 46.826 Euro
  • Lech: 41.201 Euro
  • Gießhübl: 40.869 Euro
  • Bisamberg: 40.815 Euro
  • Ischgl: 40.696 Euro

Diese Gemeinden profitieren von starken Wirtschaftsstrukturen oder vom Tourismus. Auch die Nähe zu großen Städten spielt eine Rolle.

Die kaufkraftschwächsten Gemeinden

Am unteren Ende stehen vor allem kleinere Gemeinden mit strukturellen Herausforderungen:

  • Innervillgraten: 18.957 Euro
  • Preitenegg: 19.528 Euro
  • Lassing: 19.615 Euro
  • Opponitz: 19.618 Euro
  • Sankt Georgen ob Judenburg: 19.753 Euro

Zwischen der stärksten und der schwächsten Gemeinde liegt ein Unterschied von rund 28.000 Euro pro Einwohner.

Entwicklung verschiebt sich langsam

Die Daten zeigen eine langsame Annäherung der Regionen. Ländliche Gebiete und bisher schwächere Regionen wachsen teils stärker als wirtschaftliche Zentren. Gleichzeitig bleiben die Unterschiede hoch. Besonders auf Gemeindeebene ist das Gefälle weiterhin sehr ausgeprägt.