In der Raumordnung sollen künftig Klimaschutzaspekte berücksichtigt werden.
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Förderpaket für den Klimaschutz

15. Januar 2020
Die Klima- und Energiestrategie für das Burgenland sieht 75 konkrete Maßnahmen vor. Die Gemeinden sollen im Bereich der Energieerzeugung, der Sanierung und auch im Mobilitätsbereich eine Vorreiterrolle einnehmen, das Land wird sie dabei mit einem neuen Förderpaket unterstützen.

Die Förderung startet mit 1. Februar 2020 und ist in vier Modulen aufgebaut, die entsprechende Maßnahmen beinhalten:

  • Modul 1 – Energieeffizienz und Energiesparen 
  • Modul 2 – Energieproduktion inkl. Speicherung und Verteilung
  • Modul 3 – Alternative Mobilität 
  • Modul 4 – Digitalisierung Regelung und Steuerung

In jedem dieser vier Module gibt es verschiedenste Maßnahmen, die von den Gemeinden umgesetzt werden können. Dabei gibt es einen großen Maßnahmenkatalog. So werden thermische Gebäudesanierungen ebenso unterstützt wie Solaranlagen zur Warmwasseraufbereitung, Photovoltaikanlagen, E-Ladestationen und vieles mehr.

Wichtig ist, dass Maßnahmen nur in Kombination mit drei Modulen unterstützt werden. Die Mindestprojektgröße beträgt 50.000 Euro, die Förderung wird als nicht rückzahlbarer Zuschuss gewährt und beträgt maximal 50 Prozent der förderungsfähigen Kosten bzw. einen maximalen Förderzuschuss von 150.000 Euro.

Bewusstseinsbilder für Klimaschutz

Unter anderem sollen die Gemeinden verstärkt als Multiplikatoren bei der Bewusstseinsbildung junger Menschen beitragen. Ein erster Schritt geschah mit der kürzlich veranstalteten Jugendklimakonferenz, die nun jährlich stattfinden soll. Die Gemeinden sowie Klima- und Energiemodellregionen und Klimawandelanpassungsregionen sollen als Partner gestärkt werden.

In der Raumordnung sollen künftig Klimaschutzaspekte berücksichtigt werden. Das soll vor allem bei der Erstellung der örtlichen und regionalen Entwicklungskonzepte passieren, die durch die Novelle des Raumordnungsgesetzes zu erstellen sind.

Im Wohnbereich will man die Sanierungsrate auf zwei Prozent steigern. Daher sollen die Energieberater des Landes stufenweise aufgestockt werden.

Abwicklung der Förderung

Für die Abwicklung der EFRE-Förderrichtlinie wird das Regionalmanagement Burgenland (RMB) zuständig sein. Dazu RMB-Geschäftsführer Harald Horvath: „Die Europäische Kommission sieht für die kommende Förderperiode 2021-2027 im Bereich Energie- und Umwelt rund 30 Prozent der budgetären Mittel in Form einer thematischen Konzentration vor.

Für öffentliche Institutionen, im speziellen für Gemeinden, aber auch die Wirtschaft Burgenland stellt dies eine große Chance dar, ihren Beitrag zu den Klimaschutzzielen zu leisten.“

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