
„Härte- und Praxistest für Kommunalfahrzeuge“
In der Mai-Ausgabe des Jahres 1996 konnte das „Kommunal-Magazin“ einen aufsehenerregenden Bericht schreiben. Erstmals hatte ein Fachmagazin einen „Härte- und Praxistest für Kommunalfahrzeuge“ veranstaltet. Die Möglichkeit, speziell auf kommunale Bedürfnisse abgestimmte Fahrzeuge und Geräte zu testen, elektrisierte nicht nur Gemeindemandatare, sondern auch die Firmen.
Ein eindrucksvolles Bild konzentrierter PS-Stärke bot die Schottergrube der Firma Pruggmayer an der Neunkirchner Allee im südlichen Niederösterreich schon um neun Uhr morgens. „Das Testgelände – für diesen Zweck erwies sich die Schottergrube als geradezu prädestiniert - war gerammelt voll mit Kommunalfahrzeugen aller Art. Radlader drängten sich an LKW mit Kran, Bagger an Kommunaltraktoren, Kleinbusse an riesige Kanalreinigungs- und Altpapierentsorgungsfahrzeuge. Kehrmaschinen waren ebenso aufgefahren wie eine Asphaltfräse.“
Unter den Testfahrern nahm der unlängst verstorbene Bürgermeister Karl Stangl, Ortschef von Scheiblingkirchen-Thernberg, eine Sonderstellung ein. Im Brotberuf bei der Straßenmeisterei beschäftigt und als Bürgermeister mit den kommunalen Erfordernissen bestens vertraut, war er als Fahrer doppelt qualifiziert. Sichtlich lustvoll kurvte der Bürgermeister, der auch GVV-Bezirksobmann von Neunkirchen war, durch das anspruchsvolle Gelände. Mancher Gemeindemandatar schwang sich ebenfalls beherzt auf einen Fahrersitz.
„Es ist das erste Mal, dass eine Fachzeitung einen derartigen Praxistest für Kommunalfahrzeuge durchführt“, freute sich Verlagschef Walter Zimper, damals schon seit mehr als 20 Jahren Bürgermeister, über das Interesse von Wirtschaft und Gemeindevertretern.