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Broschüre zeigt, wie Regionen ihre Innovationskraft stärken können
Das Landwirtschafts- und Regionenministerium hat eine neue Broschüre veröffentlicht, die Gemeinden und Regionen dabei unterstützen soll, Innovationsprozesse gezielt voranzutreiben. Der Titel lautet: „Innovations-Kapazitäten in Regionen stärken. Inspirationen und Hacks für transformative Innovationsprozesse.“
Regionen sind mehr als Lebens- und Arbeitsräume. Sie gelten als zentrale Orte für Innovation und Wandel. Neue Lösungen für Mobilität, Energie, Wirtschaft oder gesellschaftlichen Zusammenhalt entstehen häufig aus lokalen Initiativen und dem Engagement vor Ort. Besonders ländliche Regionen in Österreich entwickeln zunehmend Ansätze, um aktuelle Herausforderungen zu bewältigen – etwa im Umgang mit dem Klimawandel, mit demografischen Veränderungen oder mit wirtschaftlichem Strukturwandel.
Drei Handlungsfelder im Fokus
Die Broschüre gliedert sich in drei wesentliche Handlungsfelder. Erstens sollen Handlungsräume geöffnet und sogenannte Bruchstellen genutzt werden. Zweitens geht es darum, Neues zu schaffen und zu verbreiten. Drittens betont die Publikation die Bedeutung von Navigation und Orientierung, damit Initiativen auf einen gemeinsamen transformativen Nenner ausgerichtet werden können und Resilienz entsteht.
Für jedes dieser Felder werden kreative und ungewöhnliche Lösungsansätze – im Fachjargon „Hacks" genannt – vorgestellt.
Ein zentrales Anliegen der Broschüre ist der Schritt vom Einzelprojekt zur langfristigen Wirkung. Innovationen sollen nicht bei einem Projekt enden, sondern dauerhaft in regionale Strukturen eingebettet werden. Totschnig beschreibt diesen Ansatz so: „Man kann diesen Prozess auch als Kapazitätsentwicklung bezeichnen. Jeder Schritt und jedes Projekt werden als Teil eines bewussten strategischen Vorgehens verstanden."
Eine wichtige Rolle spielen dabei sogenannte intermediäre Akteurinnen und Akteure: LEADER-Managements, Regionalmanagements sowie Managements von Klima- und Energiemodellregionen. Sie vernetzen Initiativen, koordinieren Prozesse und unterstützen die Entwicklung gemeinsamer Strategien.
Entstanden im Dialog mit der Praxis
Die Broschüre baut auf den Ergebnissen des ÖROK-Projekts „Regionale Innovation und Transformation" auf. Erarbeitet wurde sie im Rahmen der Regionen-Dialog-Plattform des Bundesministeriums – in einem ko-kreativen Prozess mit Expertinnen und Experten sowie Praktikerinnen und Praktikern aus ganz Österreich. Ziel ist ein praxisorientierter Ideenraum, der zeigt, wie regionale Innovationsprozesse angestoßen und langfristig gestärkt werden können.