OeNB-Gouverneur Martin Kocher und Bürgermeister Leo Radakovits beim neuen Bankomaten in Güttenbach.
OeNB-Gouverneur Martin Kocher und Bürgermeister Leo Radakovits beim neuen Bankomaten in Güttenbach.
© Oesterreichische Nationalbank

Infrastruktur

Ein neuer Bankomat pro Woche

6. Juli 2026
Vor einem Jahr hat die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) eine bundesweite Initiative gestartet. Ziel ist die Sicherstellung der Bargeldversorgung, besonders in ländlichen und bisher unterversorgten Regionen. Mit der Eröffnung eines weiteren OeNB-Bankomaten in Güttenbach im Burgenland zieht die Notenbank nun eine Zwischenbilanz.

OeNB-Gouverneur Martin Kocher eröffnete den neuen Bankomaten in Güttenbach. Damit steigt die Zahl der aktiven Geräte auf 66. Seit Juli 2025 wurde im Schnitt mehr als ein Geldausgabegerät pro Woche installiert. Mehr als 80.000 Menschen in bisher unterversorgten Gemeinden profitieren bereits von einem verlässlichen und einfachen Zugang zu Bargeld.

Die Initiative soll die Wahlfreiheit zwischen digitalen und analogen Zahlungsmitteln stärken und gezielt Versorgungslücken schließen. Alle 66 bisher errichteten Geldautomaten stehen in Gemeinden, in denen zuvor kein Bankomat verfügbar war. Die verbesserte Bargeldversorgung stärkt auch die lokale Nahversorgung. Kleine Händlerinnen und Händler, Vereine, die Gastronomie und Dienstleisterinnen und Dienstleister profitieren davon. Auch Haushalte sparen Zeit und Fahrtkosten.

Weg zum Bankomaten deutlich kürzer

Vor der Installation des neuen Geräts mussten die Einwohnerinnen und Einwohner von Güttenbach im Schnitt 4,4 Kilometer bis zum nächsten Geldausgabeautomaten zurücklegen. Mit dem neuen Standort sinkt die durchschnittliche Wegstrecke auf 0,6 Kilometer. Diese Verkürzung bedeutet eine spürbare Verbesserung der Lebensqualität und der regionalen Versorgungssicherheit.

Kocher: „Wahlfreiheit beim Bezahlen“

OeNB-Gouverneur Martin Kocher erklärte, die Bilanz nach einem Jahr zeige, dass die Bankomat-Initiative der Nationalbank wirke. Mit mittlerweile 66 Geldautomaten seien Versorgungslücken im ländlichen Raum gezielt geschlossen worden. Mehr als 80.000 Menschen in ganz Österreich hätten dadurch einen besseren Zugang zu Bargeld erhalten. Kocher zeigte sich erfreut über den neuen Bankomaten in der Marktgemeinde Güttenbach. Jeder neue Standort bedeute kürzere Wege, mehr Komfort und eine stärkere lokale Versorgung. Ein einfacher und kostengünstiger Zugang zu Bargeld sei der Schlüssel zur Wahlfreiheit beim Bezahlen. Bargeld sei und bleibe unverzichtbar. Deshalb sei die flächendeckende Bargeldversorgung in Österreich ein wichtiges Anliegen der Nationalbank.

Der Bürgermeister von Güttenbach, Leo Radakovits, bezeichnete den neuen Bankomaten als Gewinn für die Gemeinde. Kürzere Wege zu Bargeld würden den Alltag vieler Menschen erleichtern und die lokale Nahversorgung stärken.

Ausbau auf bis zu 120 Geräte geplant

Die OeNB will den Ausbau fortführen und die Versorgung in weiteren Gemeinden verbessern. Bis Ende 2026 sollen bis zu 120 OeNB-Geldausgabegeräte in Betrieb sein. Zusätzlich haben sich die Banken in einer Vereinbarung mit dem Österreichischen Gemeindebund bereiterklärt, ihre bestehenden Standorte von Geldausgabegeräten abzusichern.

Auf der Website der OeNB bietet ein Dashboard unterschiedliche Informationsmöglichkeiten rund um die Erreichbarkeit von Geldausgabeautomaten in Österreich.

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