Reinhard Anreiter (Jugendreferat Land OÖ), Bürgermeisterin Daniela Durstberger (Lichtenberg), Landeshauptmann-Stellvertreter Thomas Stelzer und Paul Eiselsberg (IMAS International)
Foto: Land Oberösterreich

Gemeinde-Jugendräte funktionieren

Mi, 16.11.2016 - 16:26

Beim „Junge Gemeinde“-Kongress wurden 55 Gemeinden für ihre engagierte Jugendarbeit ausgezeichnet. Außerdem wurden den Kommunen der Gemeinde-Jugendrat vorgestellt, der es jungen Menschen ermöglicht, ihre Ideen vorzubringen und diese auch umzusetzen.

Die Auswahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Gemeinde-Jugendrats erfolgt per Zufallsgenerator. Dadurch soll eine hohe Vielfalt an Meinungen gewährleistet werden.

Daniela Durstberger, Bürgermeisterin von Lichtenberg, berichtet, dass das Modell auch in der Praxis funktioniert. Allerdings müsse man aktiv auf die Jugendlichen zugehen und ihnen die Möglichkeit geben, auch Freunde mitzubringen.

Einen Halbtag lang werden mit den ausgewählten Jugendlichen Lösungen für gesellschaftliche Herausforderungen ausgearbeitet und diese auch der Öffentlichkeit präsentiert. „Das fördert das Interesse der Jugendlichen an Entscheidungsprozessen und stärkt auch das Miteinander in der Gemeinde“, meint Durstberger. Seit 2015 haben rund oberösterreichische 30 Gemeinden einen derartigen Jugendrat durchgeführt.

Jugendstudie präsentiert

Beim „Junge Gemeinde“-Kongress wurde auch die neue oberösterreichische Jugendstudie vorgestellt. Derzufolge blicken die jungen Oberösterreicher mehrheitlich zuversichtlich in die nahe Zukunft. 57 Prozent der Jungen sind positiv gestimmt, in der Österreichischen Gesamtbevölkerung sind es nur 34 Prozent.

Der Begriff „Verantwortung“ ist bei den Jugendlichen klar positiv besetzt: Für mehr als zwei Drittel der Befragten bedeutet Verantwortung vor allem etwas Positives, nur für eine Minderheit von 7 Prozent der Jugendlichen eher etwas Negatives. Spontan bringen die Jugendlichen den Begriff „Verantwortung“ vor allem mit der Beziehungsebene in Verbindung. So sehen 29 Prozent der Befragten Verantwortung vor allem gegenüber der Familie, den Kindern oder dem Partner.

11 Prozent der Jugendlichen in Oberösterreich fühlen sich über politische Entscheidungen in ihrem derzeitigen Wohnort sehr gut und 34 Prozent von ihnen immerhin einigermaßen gut informiert. Aber 24 Prozent der jungen Generation geben an, eher nicht und 23 Prozent davon sogar überhaupt nicht Bescheid zu wissen. Somit schätzen fast genauso viele Jugendliche ihren Kenntnisstand eher gut wie eher schlecht ein.

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