Neele Flügel, RURASMUS-Studentin in Althofen, studiert Architektur an der RPTU Kaiserslautern.
Aufs-Land-Semester für Studierend
Innovation beginnt mit Begegnung
In der ersten Kärntner RURASMUS-Gemeinde Althofen erforschte Architekturstudentin Neele Flügel im Rahmen ihres Aufs-Land-Semesters das Innovationspotenzial der Stadt. Aufbauend darauf entwickelte sie gemeinsam mit lokalen Betrieben und Schulen ein mobiles Innovationslabor, das Begegnung, Austausch und gemeinsames Arbeiten fördert und künftig flexibel an verschiedenen Orten eingesetzt werden kann.
Die Stadtgemeinde Althofen ist als starker Wirtschaftsstandort mit international ausgerichteten Unternehmen ein wichtiges regionales Zentrum. Die Stadt sieht ihre zukünftige Entwicklung ganzheitlich und möchte zur Absicherung der Wirtschaft Teil eines überregionalen Bildungshubs werden. Die Forschungsarbeit von Neele Flügel zu Innovation, Raum und Bildung lieferte dafür einen wichtigen ersten Impuls.
Ein Innovationslabor für Althofen
Ausgehend von einer Analyse der räumlichen Ressourcen und Potenziale von Althofen versuchte Neele Flügel zu Beginn ihres Semesters, den abstrakten Begriff Innovation allgemein verständlich zu fassen.
Im Zuge ihrer Recherchen und zahlreicher Gespräche in Schulen, mit Betrieben und den Menschen vor Ort erkannte sie, dass Innovation dort entsteht, wo sich Menschen begegnen. „Innovation bedeutet für mich deshalb, neue Formen des Zusammenkommens zu schaffen, damit im Dialog Neues entstehen kann“, erklärt die Studentin der RPTU Kaiserslautern in Deutschland. Aufbauend auf dieser Erkenntnis entwickelte sie ein flexibles Innovationslabor. Dieser mobile Raum schafft in bestehenden Innen- und Außenräumen neue Orte, an denen diskutiert werden kann.
AUER2GO: kollektives Bauprojekt
Neele Flügel plante das mobile Innovationslabor und setzte es gemeinsam mit lokalen Betrieben und ortsansässigen Schulen um. Das etwa zwei Meter hohe Objekt auf Rädern ist vorwiegend aus Holz und bietet im ausgeklappten Zustand einen Tisch mit Schirm, Arbeitsflächen, Pinnwand und Stauraum sowie ein integriertes Licht, das es auch bei Dunkelheit nutzbar macht.
Der AUER2GO ist nach dem Erfinder Carl Auer von Welsbach benannt, der von Althofen aus die Welt mit Innovationen wie der Glühlampe oder dem Feuerzeug revolutionierte und mehrere chemische Elemente entdeckte. Schon bei der öffentlichen Präsentation des AUER2GO zeigte er Wirkung: Passant:innen blieben stehen, nutzten die Arbeitsflächen und entwickelten Ideen.
Modell mit Zukunft
Mit dem AUER2GO entwickelte die Architekturstudentin einen mobilen Prototypen, der die Innovationskraft von Althofen durch Begegnung vorantreiben soll. „In meiner Arbeit ist Architektur kein abgeschlossenes Objekt, sondern ein Prozess, der sich durch die Nutzung und die Gemeinschaft weiterentwickelt. Ich hoffe, AUER2GO bringt viele tolle Impulse für Althofen ans Tageslicht“, betont Neele Flügel mit Blick auf ihr RURASMUS-Projekt.