Martin Huber (Direktor des Salzburger Gemeindeverbandes), Theodor Steidl (Leiter Referat Allgemeine Wasserwirtschaft Land Salzburg), Manfred Sampl (Präsident des Salzburger Gemeindeverbandes), Eva Zirkler, (GDA Amstetten), Landesrat Maximilian Aigner, Bürgermeister Thomas Freylinger (Kuchl), Alexander Kribus (Geschäftsführer Messezentrum Salzburg), Dominik Rosner (Leiter Abteilung 7- Wasser Land Salzburg), Martin Giebl (Gemeinde Elsbethen) und Marcus Krenn (Geschäftsführer Dachverband Salzburger Wasserversorger)
© Land Salzburg/Neumayr/Leopold
Infrastrukturtag Wasser: Die Kosten im Blick
Beim Infrastrukturtag Wasser vernetzten sich rund 120 Teilnehmerinnen und Teilnehmer vor allem aus den Trink- und Abwasserverbänden sowie Gemeinden. Thema war unter anderem, wie man Gebühren wirtschaftlich sinnvoll kalkuliert und wie die Digitalisierung für mehr Effizienz genutzt werden kann.
Vertreter von Gemeinden sowie Abwasser- und Trinkwasserverbänden sowie die Wasser-Experten des Landes Salzburg diskutierten beim Infrastrukturtag Wasser im Salzburger Messezentrum. Fazit: Nur mit kostendeckenden Beiträgen kann die Versorgungssicherheit gewährleistet werden.
„Hohe Qualität der Infrastruktur“
Für Landesrat Maximilian Aigner ist klar, dass Salzburg über eine enorm hohe Qualität in der Wasserinfrastruktur verfügt. „Die Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung m Bundesland Salzburg ist eine Gemeinschaftsaufgabe. Im Bundesland Salzburg betreiben 75 von 119 Gemeinden eine eigene Trinkwasserversorgungsanlage. Dazu kommen noch rund 560 Wassergenossenschaften, die diese Aufgabe der Daseinsvorsorge übernehmen. 23 Reinhalteverbände und neun Gemeindekläranlagen“, so der Landesrat.
Finanzierung durch Anschlussgebühren
Salzburg verfügt über einen sehr hohen Ausbau- und Anschlussgrad bei der Abwasserentsorgung.
„Ersterrichtungen gibt es kaum noch, diese wurden mit hohen Fördermitteln der Republik Österreich und mit Ergänzungsförderungen des Landes unterstützt. Über die Errichtung hinausgehende Kosten sollten über die Anschlussgebühren finanziert werden. Dementsprechend notwendig ist es, dass diese Gebühren auch die Betriebskosten und Investitionen decken. Die Gemeinden haben die rechtliche Möglichkeit, auf Basis von Betriebs- und Erhaltungskosten sowie der Herstellungskosten Gebühren vorzuschreiben“, erklärt Theo Steidl von der Allgemeinen Wasserwirtschaft des Landes Salzburg.
Genossenschaften als Stütze
Bundesland Salzburg betreiben 75 von 119 Gemeinden eine eigene Trinkwasserversorgungsanlage. Dazu kommen rund 560 Wassergenossenschaften.
Für das Abwasser sind 23 Reinhalteverbände, in denen der Großteil der Salzburger Gemeinden abwassertechnisch organisiert sind, zuständig. Dazu kommen noch neun kommunale „Gemeindekläranlagen“. Knapp 99 Prozent der Abwässer des Salzburger Lebens- und Wirtschaftsraums werden in diesen Kläranlagen so gut gereinigt, dass diese bedenkenlos wieder in Fließgewässer eingeleitet werden können.