Kärntner Grenzlandsängerinnen in Obergailtaler Festtagstracht. Foto: grenzlandsaenger.wordpress.com

Brauchtum steigert das Heimatgefühl

14. August 2015
2015 ist in Kärnten das Jahr des Brauchtums. Viele Projekte wurden bereits umgesetzt, manche sind noch geplant.



Das Jahr des Brauchtums steuert mit seinen vielen Veranstaltungen auf den Höhepunkt zusteuert. Zeit, eine erste Bilanz zu ziehen: „Wir haben auf allen Ebenen im Sinne der 1.600 Vereine angesetzt und alles mit der ARGE Volkskultur ausgearbeitet: breite Information zu beispielsweise gesetzlichen Grundlagen für Vereine, Aus- und Weiterbildung in allen Bereichen, transparente Fördermodelle, Einbindung der Jugend“, beschreibt Benger. Man habe die Kräfte gebündelt und buchstäblich über sämtliche Verbände hinaus an einem Strang gezogen. In Summe wurden bis dato rund 880.000 Euro an Förderungen an die Vereine und Initiativen ausbezahlt. „Wir haben das Budget für die Volkskultur nicht aufgestockt, aber konzentrierter eingesetzt und erstmals ein transparentes Fördermodell in drei Stufen geschaffen“, weist Benger hin. Rund 200.000 Euro stehen für dieses Segment heuer noch zur Verfügung. Selbstverständlich stehe man laut Benger auch in diesem Bereich unter dem Sparzwang. „Aber wir haben dort gespart, wo es die Vereine nicht trifft. Bei Drucksorten, Agenturen und Broschüren. Alleine das bringt rund 350.000 Euro“, so Benger.

Im September geht der zweite Block der Initiativen für die Volkskultur weiter und mit der Brauchtumsmesse findet das Jahr des Brauchtums seinen Höhepunkt. „Außerdem müssen wir die Reparatur des Vereinsgesetzes angehen. Es ist nicht Ziel, die Vereine und ihre Mitglieder im Ehrenamt zu behindern, sondern sie zu unterstützen und schützen“, kündigt Benger an.

2015 - Jahr des Brauchtums – Folgendes wurde umgesetzt:



  • erstes Aus- und Weiterbildungsangebot aller 12 Bildungseinrichtungen und -Verbände der Volkskultur gebündelt nach dem Vorbild der Aus- und Weiterbildungsangebote der großen Bildungseinrichtungen

    neue Unterstützung für Kursbesuche von Vereinsmitgliedern, bis zu 100 Euro, je nach Kurskosten, gedeckelt mit 25.000 Euro

  • Bildungstage für Vereinsfunktionäre für rechtliche Fragen, Öffentlichkeitsarbeit, Information zu Vorschriften und Auflagen, in Oberkärnten und Unterkärnten – auch im Herbst

  • Gezielte Stärkung des Freilichtmuseum Maria Saal als Zentrum des Brauchtums, Rekordzahlen im Freilichtmuseum: + 24 Prozent im Mai und Juni in Summe 3.342 Besucher, im April 2.000 Besucher.

  • Initiative „Schule im Freilichtmuseum“ – 1.797 Schülerinnen und Schüler, das ist ein Plus von 70 Prozent, für Herbst sind bereits 30 Schulklassen gemeldet

  • erstes großes Kärntner Trachtentreffen im Freilichtmuseum, 700 Traditionsträger vor Ort

    vereinfachtes Förderwesen – 3 Stufen, je nach Bedarf des Vereines, transparent auf der HP volkskultur-kaernten.at. downloaden, ausfüllen, abschicken

  • neue Veranstaltungsdatenbank für alle und neue APP für alle Volkskultur- & Kultur Veranstaltungen über das ganze Jahr

  • erster Tag der Volkskultur im Freilichtmuseum Maria Saal


Weitere Maßnahmen im Jahr der Brauch- und Volkskultur:



  • neues Stipendium für Forschungsarbeiten am Sektor Brauchtum und Volkskultur

  • zweiter Block „Schule im Freilichtmuseum“ im Herbst

  • zweiter Bildungstag für Volkskultur-Funktionäre (voraussichtlich am 23. Oktober in der Landwirtschaftlichen Fachschule Goldbrunnhof in Völkermarkt)

  • Jugendchorfestival mit Schwerpunkt Volkslied

  • Chorakademie NEU als gebündeltes Aus- und Weiterbildungsangebot für Sänger und Chorleiter

  • Brauchtumsmesse 2015: Höhepunkt des Jahres der Brauch- und Volkskultur vom 13. bis 15 November 2015 in der Messehalle 4