Pflegerin mit Mann im Rollstuhl
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Geschäftsstellen sind immer intensiver gefordert, die komplexen Managementaufgaben, rechtlichen Bestimmungen und diversen Ansprüche zu
erfüllen, allen voran in der Gewinnung von ausreichend Pflegepersonal.
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GmbH übernimmt Personalgewinnung für Pflege

18. Juni 2024
Die Altenpflege ist in Oberösterreich Aufgabe der 15 Sozialhilfeverbände und der drei Statutarstädte Linz, Wels und Steyr. Die Geschäftsstellen der Sozialhilfeverbände sehen sich mit zunehmenden neuen Managementaufgaben konfrontiert. Nun plant man die Gründung einer Service-GmbH, die zentrale Aufgaben wie Personalgewinnung und - entwicklung sowie Aufgaben des Innovationsmanagements übernehmen soll.

In Oberösterreich leben derzeit rund 75.000 pflegebedürftige Menschen, davon rund 63.000 Pflegebedürfte, die älter als 60 Jahre sind. Bis 2040 wird die Zahl der Pflegebedürftigen auf über 107.000 steigen.

Dazu führen die Sozialhilfeverbände eigene Alten- und Pflegeheime oder bedienen sich Heimen, die von NGOs oder Gemeinden betrieben werden.

Der massive Anstieg an pflegebedürftigen Personen lässt das Aufgabenspektrum der Geschäftsstellen der Sozialhilfeverbände deutlich anwachsen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Geschäftsstellen sind immer intensiver gefordert, die komplexen Managementaufgaben, rechtlichen Bestimmungen und diversen Ansprüche zu erfüllen, allen voran in der Gewinnung von ausreichend Pflegepersonal. Um diesen Herausforderungen aktiv zu begegnen, wurde vor einem Jahr ein Prozess zur Weiterentwicklung der Geschäftsstellen gestartet.

Ressourcen bündeln

Als weiterer Schritt soll die neue Service-GmbH nun Ressourcen bündeln und zentrale Aufgaben für die Sozialhilfeverbände gemeinsam erledigen, damit sich die einzelnen Geschäftsstellen auf die operativen Kernaufgaben, vor allem die Pflege und Betreuung vor Ort, konzentrieren können.

Diese Aufgaben sollen in einer Novelle des Oö. Sozialhilfegesetzes gesetzlich verankert werden.

Aufgaben der Service-GmbH

Die prioritäre Aufgabe der Service-GmbH ist Unterstützung der Sozialhilfeverbände in gemeinsamen Bereichen und neuen Aufgaben, insbesondere bei der Personalgewinnung sowie beim Innovationsmanagement. In einem weiteren Ausbauschritt soll die neu geschaffene Unterstützungs-Einheit eine Anlaufstelle für Aufgaben im Bereich Verwaltungsmanagement sein.

Die Gemeindeautonomie bleibt durch die Service-GmbH unangetastet. Der operative Betrieb von Alten- und Pflegeheimen bleibt in der Verantwortung der Gemeinden bzw. der Sozialhilfeverbände

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