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Landtagsabgeordneter Ewald Schnecker, Landesrat Heinrich Dorner, Bürgermeister Helmut Sampt (Minihof Liebau) (hinten, stehend v.l.), Bürgermeisterin Andrea Reichl (Deutsch Kaltenbrunn), Tina Wurm (Mobilitätszentrale Burgenland) und Bürgermeister Eduard Zach (Heiligenkreuz) (sitzend v.l.) ließen sich mit dem Taxi von Gaby Schaffer zum Gemeindeamt nach Deutsch Kaltenbrunn chauffieren.
© Bgld. Landesmedienservice

Gemeindebussystem wird weiter ausgebaut

6. November 2019
Das Gemeindebussystem soll im Burgenland Lücken im öffentlichen Verkehrsnetz schließen und das lokale Verkehrsangebot verbessern. Eine „Mikro-ÖV-Initiative“ für die Bezirke Mattersburg und Oberpullendorf soll nun 47 Gemeinden in bis zu zehn gemeindeübergreifende Bediengebiete zusammenzufassen, bestehende Angebote evaluieren und bei Bedarf erweitern.

Ziel der Initiative ist es, den öffentlichen Linienverkehr dort, wo ein verstärkter Ausbau wirtschaftlich nicht vertretbar ist, zu ergänzen.

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Gemeinden können sich zusammenschließen, um dadurch eine maximale Fördersumme von 30.000 Euro zu erreichen. Förderfähig sind sämtliche Kosten, die durch den Betrieb eines Busses entstehen (Betriebskosten, Lohnkosten, Marketing usw.). Begrüßt werden vor allem gemeindeübergreifende Initiativen, da sich durch die ergebenen Synergien Betriebskosten deutlich reduzieren lassen.

„Gegebenfalls, wie etwa beim Jennersdorf-Taxi können auch höhere Deckelungsbeiträge vereinbart werden“, erklärt Landesrat Heinrich Dorner. Beim Jennersdorf Taxi sind zwölf Gemeinden involviert, weswegen das Projekt mit maximal 60.000 Euro gefördert werden kann. 

Das Jennersdorf-Taxi ...

... kostet 2 Euro innerhalb der Gemeinde, 4 Euro in den Bezirksvorort und fährt werktags von Montag bis Freitag.

So funktioniert es: Ein Fahrtwunsch muss mindestens 45 Minuten vor der gewünschten Abfahrt telefonisch angemeldet werden. Die Telefonzentrale teilt die genaue Abholzeit mit. Das Sammeltaxi holt den Fahrgast dann von zu Hause ab und bringt ihn zum gewünschten Sammelpunkt. 

http://www.jennersdorf-taxi.at

Mikro-ÖV

Kommunale Regionalverkehrsvorhaben, kurz Mikro-ÖV, ist ein Sammelbegriff für von Gemeinden organisierten, bedarfsorientierten Verkehren, die ergänzend zum Öffentlichen Verkehr agieren. Mikro-ÖV steht dabei für Dorfbus-, Gmoabus-, Gemeindebus- und Rufsammeltaxisysteme.

In Hinblick auf bedarfsorientierte Verkehre ist das Burgenland Vorreiter. Bereits im Jahr 2000 startete in der Gemeinde Pöttsching mit dem „Gmoabus Pöttsching“ einer der ersten Mikro-ÖV-Verkehre in Österreich, ab 2005 auch in Breitenbrunn, Purbach und Hornstein im Rahmen des EU-Projektes „Fertö-Hanság mobil“.

Bis zum heurigen Jahr 2019 hat sich die Anzahl auf mittlerweile 13 Systeme mit insgesamt 34 Gemeinden erhöht.