Bienenstock
Die sich verschlechternde Umweltsituation führt zum Absterben ganzer Bienenvölker.
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Bienenfreundliche Gemeinden ausgezeichnet

Sie pflanzen auf öffentlichen Flächen Wildblumen statt eines monotonen Rasens und verzichten auf den Einsatz von chemischen Pestiziden. Bereits 17 Gemeinden in Oberösterreich versuchen mit derartigen Maßnahmen Bienen zu schützen.

Die ersten zwölf dieser bienenfreundlichen Gemeinden wurden bei einem „Bienenfest“ ausgezeichnet. Sie haben gemeinsam nebenzahlreichen Aktionen bereits über 10.000 m² Bienenweide angelegt und über 13 Hektar Wiesen auf extensive Nutzung umgestellt.

Die Gemeinden verzichten auf Pestizide auf öffentlichen Grünflächen, bepflanzen diese bienenfreundlich oder laden die Bevölkerung ein, auch ihre Hausgärten in kleine Oasen für Insekten zu verwandeln.

In Asten wurden beispielsweise entlang des Kanaldamms heimische Wildsträucher gesetzt, ein Nützlingshotel wurde aufgestellt und eine Bienenfutterinsel am Marktplatz errichtet. „Die Ortsbauern, der Siedlerverein, die Bildungseinrichtungen, die Imker - alle arbeiten mit“, sagt Gemeindevorstand Ercan Sen. 

Die ünf Gemeinden Krenglbach, Laakirchen, Schwertberg und Timelkam sind heuer im Frühjahr der Initiative beigetreten. In Schwertberg sollen unter anderem über 35.000 Quadratmeter öffentliche Flächen in Blühwiesen verwandelt werden, erklären Bürgermeister Max Oberleitner und sein Bienenbeauftragter Rainer Gradl. Das Ziel: Mehr Artenvielfalt und Bewusstseinsbildung bei der Bevölkerung.

„Bienenfreundliches Oberösterreich als Ziel“

Doch mit 17 Gemeinden soll es noch lange nicht getan sein. „Wir hoffen auf einen Domino-Effekt“, sagt Landesrat Rudi Anschober. „Am Ende möchte wir nicht nur einzelne bienenfreundliche Gemeinden, sondern ein bienenfreundliches Oberösterreich.“