Lucas Sobotka
Lucas Sobotka: „Der gesamte weitere Ablauf läuft in einem einzigen, für alle Beteiligten einsehbaren Workflow.“
© Marschik

Baubescheid+: Vom Antrag bis zur Unterschrift in einem digitalen Workflow

3. September 2026
Kommunalnet und KI-Quadrat präsentierten beim Bürgermeistertag den „Baubescheid+“: Bürger:innen stellen ihr Bauansuchen über die Gemeinde-Website mit ID Austria, wahlweise per klassischem Formular oder im Dialog mit einem eigens auf Bauvorhaben trainierten Chatbot. Der gesamte weitere Ablauf – Registerabfragen, Weiterleitung an Sachverständige, Nachbarschaftsverfahren samt E-Zustellung, Bescheiderstellung mit digitaler Signatur durch Amtsleitung oder Bürgermeister:in bis zur Zahlung – läuft in einem einzigen, für alle Beteiligten einsehbaren Workflow.

Aus der Praxis einer Pilotgemeinde wurde vorgerechnet: Nur rund ein Fünftel der Bearbeitungszeit eines Baubescheids ist eigentliches fachliches Know-how – der Rest, bis zu 80 Prozent, ist reine Verwaltungstätigkeit wie Registerabfragen und Datenpflege. Genau diesen Aufwand soll das System reduzieren. 

Die Lösung ist laut den Anbietern DSGVO-konform und als Multi-KI-System gebaut, damit der Ausfall eines einzelnen KI-Modells – wie er andernorts bereits vorgekommen ist – den Betrieb nicht lahmlegt. Für die Gemeinden ist der Baubescheid+ damit vor allem eines: ein Beleg dafür, wie viel Verwaltungsaufwand sich schon mit besseren Prozessen einsparen lässt – unabhängig davon, ob am Ende ein Mitarbeiter oder ein Chatbot das erste Formular ausfüllt.

Berichte, Fotos und Videostreams zum 3. Bürgermeisterinnen- und Bürgermeistertag gibt es unter gemeindebund.at/termine/burgermeistertag.

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