Hände, die Bäume halten
Shutterstock/Chinnapong

Gemeinden setzen sich für Biodiversität ein

Mi, 09.05.2018 - 09:56

Der Umweltdachverband und der Naturschutzbund möchten das Bewusstsein für Biodiversität als lebenswichtige Grundlage stärken. Durch neue Projektaktivitäten sollen bestehende „vielfaltleben“-Gemeinden unterstützt, das vielfaltleben-Gemeindenetzwerk erweitert und bekannter gemacht werden.

Gemeinden entscheiden, wie naturnah Weg- und Straßenränder, Verkehrsinseln, Parks und Schulhöfe oder Friedhöfe gestaltet werden und ob es ausreichend Naturlebensraum wie artenreiche Hecken, blühende Wiesen und natürliche Gewässer im Gemeindegebiet gibt.

Österreichweit haben sich bereits mehr als 140 Gemeinden im vom Naturschutzbund betreuten vielfaltleben-Gemeindenetz zusammengeschlossen. Der Naturschutzbund Österreich fördert diese Gemeinden im Rahmen von „vielfaltleben“: Bis Juni 2018 werden vier Netzwerk-Gemeinden mit je 5.000 Euro bei der Umsetzung ihrer Vorhaben unterstützt.

Die Aktivitäten sind genauso vielfältig wie nachhaltig:

  • Irdning-Donnersbachtal (Steiermark) errichtet einen Schaugarten für Biodiversität,
  • Regau (OÖ) setzt auf naturnahe Bepflanzung seiner Ortsumfahrung,
  • Eisenstadt (Burgenland) sät 5.000 m² Schmetterlingswiesen und in
  • Königstetten (NÖ) dreht sich in den nächsten Monaten alles um den Schutz der Schwalben. 
     

Pilotgemeinden erhalten Beratung im Wert von 5.000 Euro

Darüber hinaus betreut der Umweltdachverband im vom Bund und der EU finanzierten Projekt „BIO.DIV.NOW II – Mainstreaming von Biodiversität erfolgreich umsetzen“ in den nächsten zwei Jahren österreichweit fünf ausgewählte Pilotgemeinden: Gramastetten (OÖ), Hollenstein an der Ybbs (NÖ), St. Michael in der Obersteiermark (Steiermark), Weißbach bei Lofer (Salzburg) und Maria Saal (Kärnten) erhalten naturschutzfachliche Beratung im Wert von 5.000 Euro.
Gemeinsam mit Landschaftsplanerin Paula Polak identifiziert der Umweltdachverband unter Begleitung von Gemeindeakteuren das Potenzial zur Erhöhung der Biodiversität der Pilotgemeinden und übermittelt im Anschluss einen Vorschlag an umsetzbaren Maßnahmen.
 
„Das Projekt gibt Anstoß für konkrete Aktivitäten zur Förderung der Biodiversität auf der Fläche, wie etwa die Umwandlung kommunaler Grünflächen zu artenreichen Blumenwiesen oder die Revitalisierung von Streuobstbeständen. Unser Ziel ist es, in der lokalen Bevölkerung mehr Bewusstsein für unsere natürliche Umgebung und den Mehrwert einer vielfältigen Natur zu schaffen“, erklärt Projektleiterin Kerstin Friesenbichler. Im kommenden Jahr werden zudem in einem Workshop wertvolle Erfahrungen aus dem Projekt an Umweltgemeinderäte weitergegeben.
 

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