Katze beim Tierarzt
Streunerkatzen werden eingefangen, kastriert und anschließend wieder freigelassen.
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Streunerkatzen-Kastrationsaktion wird ausgebaut

2. Januar 2026
Ein einziges Katzenpaar kann innerhalb von fünf Jahren bis zu 12.680 Nachkommen produzieren. In Österreich gilt deshalb eine flächendeckende Kastrationspflicht für Freigänger-Katzen. Die Kastrationsaktion wird 2026 fortgeführt und ausgebaut.

Das Burgenland veranschlagt für die Kastration von Streunerkatzen im Jahr 2026 40.000 Euro – das sind 10.000 Euro mehr als im Vorjahr. Durch die Drittellösung mit den Gemeinden und der Tierärztekammer ergibt sich daraus ein Leistungsvolumen von insgesamt 120.000 Euro. 

„Die Kooperation von Gemeinden, Tierärzten und Land garantiert einen sicheren Fahrplan für das Streunerkatzen-Management. Wer eine Streunerkatze einfängt und zur tierärztlichen Kontrolle bringt, sichert die Gesundheit und verbessert die Lebensqualität des Tieres langfristig”, so die zuständige Landesrätin Anja Haider-Wallner.

Die Catch-Neuter-Return-Methode

Jedes Jahr werden unzählige Katzen unbemerkt geboren. Viele von ihnen überleben die ersten Monate nicht. Für Streunerkatzen wird deshalb die weltweit anerkannte Catch-Neuter-Return-Methode angewandt: Tiere werden eingefangen, kastriert und anschließend wieder freigelassen. Die Kastration verhindert nicht nur die unkontrollierte Vermehrung, sie bringt auch gesundheitliche Vorteile für die Tiere. Kastrierte Katzen haben ein geringeres Risiko für bestimmte Erkrankungen, wie beispielsweise Krebs.

Privatpersonen, die eine Streunerkatze einfangen, können diese im Burgenland über einen bei der Gemeinde erhältlichen Gutschein kostenfrei tierärztlich kastrieren lassen. Im Jahr 2025 wurden durch die Veterinärdirektion insgesamt 1.295 Gutscheine an die burgenländischen Gemeinden ausgegeben, 595 Katzen wurden kastriert.

Mit dem erhöhten Fördervolumen 2026 soll die Gesamtzahl der Gutscheine und damit auch die Zahl der Kastrationen deutlich gesteigert werden. Zusätzlich sind 5.000 Euro für die tierärztliche Erstbehandlung von Fundtieren vorgesehen.

Mikrochip-Kennzeichnung für Streunerkatzen

Weitergeführt wird auch die Mikrochip-Kennzeichnung von jenen Streunerkatzen, die über burgenländische Kastrationsgutscheine kastriert wurden. Für die Abwicklung sind weitere 5.000 Euro budgetiert. Ziel ist es, gechippte Streunerkatzen bei erneuten Aufnahmen eindeutig als bereits kastriert zu identifizieren. Zudem können Gemeinden ab sofort eigene Chip-Lesegeräte kostenlos beim Land anfordern.

„Das Chippen von Streunerkatzen unterstützt die Kastrationsaktion und ist eine effiziente Maßnahme, um Daten der bestehenden Population zu erhalten“, so Haider-Wallner. „Mit der Kastrationsaktion unterstützen wir die vielen Freiwilligen und unsere Vereine, die sich im Burgenland für das Wohl herrenloser Katzen einsetzen.“

Infos

Streunerkatzen-Kastrationsaktion - Land Burgenland

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