Grabungen für den Glasfaser-/Breitbandausbau in Strasswalchen, Ortteil Ruckling.
© Land Salzburg/Martin Wautischer
Lücken im Breitbandnetz werden geschlossen
Nach Abschluss der ersten Breitbandprojekte des Bundes beginnt seit Sommer 2024 die nächste Ausbauphase. Ziel ist es, bestehende Versorgungslücken zu schließen. Im Mittelpunkt stehen ländliche Gebiete, in Salzburg ist das insbesondere der Flachgau. Dort sollen rund 2.680 Haushalte besser angebunden werden.
Insgesamt ist im Land Salzburg geplant, etwa 5.000 bislang unterversorgte Haushalte in Salzburg mit Glasfaser zu erschließen. Die Internetanbieter investieren dafür rund 50 Millionen Euro. Ein Großteil der Kosten wird öffentlich gefördert. Der Bund übernimmt bis zu 65 Prozent der förderfähigen Kosten, das Land erhöht die Förderung auf bis zu 90 Prozent.
Der Ausbau im Flachgau ist aufwendig. Grund dafür sind viele verstreute Siedlungen. Für vergleichsweise wenige Gebäude müssen oft lange Leitungen verlegt werden. Landesrat Maximilian Aigner betont, dass eine leistungsfähige digitale Infrastruktur eine wichtige Grundlage für Lebensqualität, wirtschaftliche Entwicklung und Arbeitsplätze im ländlichen Raum sei. Ziel sei es, „die letzten Lücken in der Breitbandversorgung zu schließen“.
Drei Projekte im Flachgau
Für den Ausbau wurden drei Förderverträge mit Infrastrukturunternehmen abgeschlossen:
Beim Projekt „OpenNet SBG OÖ“ werden neun Gemeinden erschlossen, darunter Berndorf, Mattsee und Oberndorf. Rund 902 Haushalte sollen angeschlossen werden. Das Projekt läuft bereits und soll Mitte 2027 abgeschlossen sein.
Das Projekt „OpenNet Flachgau“ betrifft unter anderem Anthering, Eugendorf und Seekirchen. Hier sind 1.191 Haushalte vorgesehen. Auch dieses Projekt ist bereits in Umsetzung und soll bis Mitte 2027 fertiggestellt werden.
Das dritte Projekt „OpenNet Flachgau 2 Lücken“ umfasst 19 Gemeinden, darunter Bergheim, Neumarkt und Straßwalchen. Geplant ist die Anbindung von 586 Haushalten. Das Projekt befindet sich derzeit in der Ausschreibung, der Start ist für 2027 vorgesehen.
Förderungen für Einzelanschlüsse
Zusätzlich unterstützt das Land Salzburg den Ausbau mit direkten Zuschüssen für einzelne Anschlüsse. In den vergangenen Jahren erhielten rund 200 Unternehmen sowie 280 Privathaushalte solche Förderungen. Dafür wurden etwa eine Million Euro bereitgestellt.
Hohe Versorgungsquote im Bundesland
Salzburg zählt laut Breitbandkoordinator Christian Effenberger zu den führenden Regionen in Österreich. Ausschlaggebend sei unter anderem der eigenwirtschaftliche Ausbau der Infrastruktur. Eine wichtige Rolle habe dabei die Salzburg AG gespielt, die früh auf eine langfristige Telekommunikationsstrategie gesetzt habe.
Mit einer Gigabit-Versorgbarkeit von 89 Prozent liegt Salzburg österreichweit auf Platz zwei hinter Wien.