Die Entwicklung von digitalen Angeboten spielt in vielen Lebensbereichen eine zentrale Rolle.
© metamorworks - stock.adobe.com

Bürgermeister haben hohe Erwartungen an die Digitalisierung

vonPeter Löcker , 8. Juli 2021
Die Corona-Pandemie hat die Digitalisierung in Österreich vorangetrieben. Das zeigt eine Umfrage unter Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern, die vom Österreichischen Gemeindebund und vom Telekom-Anbieter A1 in Auftrag gegeben wurde. Nach Ansicht von 90 Prozent der Befragten hat die Krise zur Beschleunigung der Digitalisierung beigetragen.

Der Grad der Digitalisierung der eigenen Gemeinde hat für den größten Teil der Befragten einen hohen Stellenwert. Neun von zehn befragten Gemeindevertreterinnen und -vertretern sehen durch den Einsatz von Digitalisierung deutliche Wachstumspotentiale für ihre Gemeinde. Jedoch sind lediglich 44 Prozent mit dem Grad der Digitalisierung der eigenen Gemeinde zufrieden, jede/r Fünfte sieht noch einen deutlichen Aufholbedarf.

Wo wurde digitalisiert?

Digitalisierung kommt in den Gemeinden hauptsächlich im Erziehungs- und Bildungsbereich, sowie bei der Kommunikation und der Verwaltung zum Einsatz. Intelligente Lösungen, etwa in den Bereichen Smart Mobility oder Smart City kommen bereits in rund 50 Prozent der befragten Gemeinden zur Anwendung.

A1-Chef Marcus Grausam: „Von der Entwicklung von Bildungsangeboten über die medizinische Versorgung bis hin zu Arbeitsplätzen in der Region – Gemeinden sehen sich heute mit zahlreichen Herausforderungen konfrontiert. Die Entwicklung der digitalen Angebote spielt in vielen dieser Lebensbereiche eine zentrale Rolle. Daher arbeiten wir intensiv mit den Gemeinden zusammen, um die Standortattraktivität durch die digitale Infrastruktur zu steigern und das Zusammenleben durch digitale Lösungen effizienter, einfacher und letzten Endes auch ökologischer zu gestalten.“

5G
Gemeinden erwarten durch den Breitbandausbau bessere Versorgung von Privathaushalten und eine Steigerung der Standortattraktivität.

Zukunftsthema Glasfaser

Der Ausbau der digitalen Infrastruktur wird gegenüber anderen Investitionsprojekten deutlich priorisiert. 90 Prozent der Gemeinden halten den Glasfaserausbau für wichtig und sehen darin die Schaffung einer nachhaltigen Infrastruktur, von der auch die nächste Generation profitiert. Der Ausbau des 5G-Netzes ist für rund für die Hälfte der befragten Gemeinden von hoher Bedeutung. Von beiden Angeboten wird erwartet, dass sie die Attraktivität des Standortes deutlich steigern.

Alfred Riedl, Präsident der Österreichischen Gemeindebundes: „Glasfaser und 5G sind die Datenautobahn des 21. Jahrhunderts. Jede Stadt und jedes Dorf braucht die Möglichkeit auf eine Breitband-Anbindung. Eine gute ausgebaute Datenverbindung ist eine der zentralen Zukunftsfragen für das ganze Land, sowohl für die Ballungsräume als auch für den ländlichen Raum. Die Digitalisierung schafft in nahezu allen Lebensbereichen ganz neue Chancen. Damit werden Glasfaser und 5G für Gemeinden jeder Größe immer mehr zur Standortfrage. Die digitale Infrastruktur ermöglicht neue Arbeitsplätze, verhindert Abwanderung und beschleunigt die Renaissance des ländlichen Raums. Kurz gesagt: Glasfaser und 5G sind ein wesentlicher Teil der Daseinsvorsorge.“

Hohe Erwartungen an 5G

Durch 5G wird von den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern vor allem eine Verbesserung der Netzabdeckung erwartet.

  • 62 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass die fünfte Mobilfunkgeneration mehr Möglichkeiten für Privatpersonen bringt,
  • 54 Prozent sehen das Potential für bessere Technologien für die Industrie und Unternehmen.
  • Jedoch fühlt sich die Mehrheit der Befragten nicht ausreichend informiert. 60 Prozent wünschen sich mehr Informationen im Rahmen persönlicher Gespräche.
  • Sieben von zehn Befragten sehen sich auch auf die eine oder andere Weise mit Vorbehalten von Bürgern konfrontiert.

5g
Vorbehalte der Bevölkerung sind neben den Kosten die Hauptherausforderungen beim Ausbau von 5G.

Bertram Barth, Geschäftsführer des Meinungsforschungsinstituts Integral, das die Umfrage durchgeführt hat: „Die Bewertung der 5G-Anwendungsmöglichkeiten ist von Herausforderungen der vergangenen Monate geprägt: Teleworking und Distance Learning haben stark an Bedeutung gewonnen. Es zeigt sich aber auch, dass den Multiplikatoren in den Gemeinden noch Informationen fehlen, insbesondere da sie im Rahmen des 5G-Ausbaus auch mit Fragen von Bürgerinnen und Bürgern konfrontiert sind.“

Infopaket für Gemeinden

Um die Information von Gemeinden rund um 5G zu intensivieren, haben A1 und der Österreichische Gemeindebund ein umfangreiches Informationspaket für Gemeinden geschnürt. Gemeinden werden persönlich beraten, und erhalten durch Folder und auch online Informationen zu allen Fragen rund um 5G und Mobilfunk.

Digitalste Gemeinden Österreichs gesucht

A1 sucht gemeinsam mit dem Kommunal-Verlag und dem Gemeindebund im Sommer 2021 die digitalsten Gemeinden Österreichs, die mit kreativen Ideen und digitalen Initiativen ihren Bürgerinnen und Bürgern neue Möglichkeiten bieten, sie fit für die Zukunft machen, eine Pionierrolle übernehmen, mit ihrer Gemeinde und ihren Initiativen Erfolgsgeschichte schreiben und eine Vorreiterrolle in Österreich übernehmen.

Diese Pioniere, diese Vorzeigegemeinden und -projekte, sollen prämiert werden.

Was gibt es zu gewinnen?

A1 stellt drei Gewinnergemeinden je ein „5G Ready Package“ zur Verfügung. Jedes Paket besteht aus folgenden Bausteinen:

  • 5G-Mobilfunk-Ausbau innerhalb der Gemeinde sowie
  • 3 x 5 5G-Devices

Mehr Infos zum A1-Kommunal-Digital-Award

E-Mail: Digitalaward@kommunal.at 

www.kommunal-digital.at  

Einreichungen sind bis 15. August 2021 möglich.

Es können Bilder / Präsentationen / Videos eingereicht werden. Datenlimit pro Datei sind 10 MB. Alle Unterlagen müssen auf der Website 



kommunal-digital.at hoch­geladen werden.