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Baukultur

Das sind die nominierten Gemeinden

18. März 2026
Erste Entscheidung beim 5. Baukulturgemeinde-Preis des Vereins LandLuft: Eine externe Jury hat aus 44 Einreichungen 14 Gemeinden aus sieben Bundesländern nominiert. Ausgezeichnet werden Kommunen, die bestehende Gebäude, Flächen und Strukturen durch Umbaukultur, Kreativität und Beteiligung vorbildlich weiterentwickeln.

Aus insgesamt 44 Einreichungen lud die Jury 14 Gemeinden zur nächsten Runde ein. Nominiert sind im Burgenland Pöttelsdorf, in Kärnten die Gemeinden Griffen, Kleblach-Lind und Oberdrauburg sowie in Niederösterreich Bad Vöslau. In Oberösterreich überzeugte Ried im Innkreis, in der Steiermark bewiesen sich Gamlitz und Landl. Tirol ist mit Anras, der Stadt Landeck, Oberhofen im Inntal und Prutz vertreten, Vorarlberg mit Bezau und Egg. Die Gemeindevertreterinnen und -vertreter haben am 10. April die Gelegenheit, die Jury beim Hearing in Trofaiach von ihrem baukulturellen Engagement zu überzeugen.

Die 14 nominierten Gemeinden zeigen, wie vielfältig der verantwortungsvolle Umgang mit Bestand sein kann – vom denkmalgeschützten Bürgerhaus über ehemalige Wirtshäuser, alte Kinos und leerstehende Bankfilialen im Ortszentrum bis hin zu neu aktivierten Freiräumen.

Motto „Nutzen, was da ist!“

LandLuft zeichnet seit 2009 mit dem Baukulturgemeinde-Preis Gemeinden und kleine Städte aus, die durch vorausschauende, mutige und qualitätsvolle Baukultur überzeugen. Der Preis macht erfolgreiche Strategien und engagierte Akteur:innen sichtbar und dient als Grundlage für die Vermittlungsarbeit in ländlichen Räumen.

Der 5. LandLuft Baukulturgemeinde-Preis steht unter dem Motto „Nutzen, was da ist!“ und rückt das Potenzial bestehender Gebäude, Flächen und Strukturen in den Mittelpunkt. 

Ausgezeichnet werden Gemeinden, die den Ort als Ganzes denken und mit ihrer Bau- und Planungskultur einen langfristigen Entwicklungsprozess gestalten. Im Fokus stehen ein vorbildhafter Umgang mit Bestand und lokaler Identität, hohe Qualität in Gestaltung und Umsetzung sowie Innenentwicklung und Ressourcenschonung. Zentrale Kriterien sind zudem die kreative Umnutzung von Leerstand, die Wiederverwendung von Materialien und die aktive Einbindung von Bürger:innen und Fachleuten, durch die lokale Ressourcen – materielle wie soziale – wirksam aktiviert werden.

Auswahl durch mehrstufigen Juryprozess 

Katja Fischer
Juryvorsitzende Katja Fischer. Foto: Thomas Müller

Die Auswahl der Nominierten erfolgte durch eine Jury aus unterschiedlichen Disziplinen. Nach einer ersten Sichtung und Vorbewertung aller Einreichungen durch die gesamte zehnköpfige Jury entschied die Kernjury, bestehend aus vier Personen, in einer sechs Stunden dauernden Sitzung über die Nominierungen.

Zur Jury gehören Expertinnen und Experten aus Baukultur, Architektur, Raum- und Landschaftsplanung, Nachhaltigkeit sowie Vertreter von Gemeinde- und Städtebund, ergänzt um Bürgermeister bereits ausgezeichneter Baukulturgemeinden; die vierköpfige Kernjury begleitet den gesamten Prozess inklusive Juryreise.

Die feierliche Preisverleihung findet am 19. November 2026 in Wien statt. Dabei werden die Preisträgerinnen sowie die Anerkennungen vorgestellt. Gleichzeitig erscheinen die begleitende Publikation und die Wanderausstellung „Nutzen, was da ist!“, die im Anschluss durch Österreich tourt.

5. Baukulturgemeinde-Preis: Die nächsten Schritte im Überblick

Juryhearing, 10. April 2026
Präsentationen der nominierten Gemeinden in Trofaiach

Juryreise: 15. bis 19. Juni 2026
Die im Hearing ausgewählten Finalistinnen werden besichtigt. 

Preisverleihung: 19. November 2026
Auszeichnung der Baukulturgemeinden in Wien. 
Präsentation der Publikation und Wanderausstellung „Nutzen, was da ist!“.

Zeitleiste

Über LandLuft

Seit der Gründung 1999 arbeitet LandLuft an der Förderung, Erforschung und Vermittlung von Baukultur in ländlichen Räumen. Um die Komplexität von Baukultur „watscheneinfach“ zu kommunizieren, setzt der Verein auf die Vorbildwirkung erfolgreicher Gemeinden, ihrer Projekte und der engagierten Menschen. Der Baukulturgemeinde-Preis und die damit verbundenen Erkenntnisse, bilden die Basis für das eigentliche Ziel: Baukulturvermittlung in ländlichen Räumen. 

Über den Baukulturgemeindepreis

Mit den Baukulturgemeinde-Preisen zeichnete LandLuft in den Jahren 2009, 2012, 2016 und 2021 Gemeinden und kleine Städte aus, die durch qualitätsvolle Baukultur und innovative Ansätze überzeugen. Bereits 36 Gemeinden, 9 Initiativen und eine Region wurden prämiert. 

Ausstellung & Buch

Die ausgezeichneten Baukulturgemeinden und jene Menschen, die sich in den Orten engagieren, werden durch Wanderausstellungen, Filme, Bücher, Vorträge und Seminare sichtbar gemacht. LandLuft reist damit quer durch Österreich, um Entscheider und Interessierte zu inspirieren, die sich in ihrer Gemeinde für eine lebenswerte Baukultur starkmachen. 

www.landluft.at 

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