Gesucht werden sämtliche Tier- und Pflanzenarten im Siedlungsraum. Dabei ist jede Beobachtung wertvoll.
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Vier Tage lang Tier- und Pflanzenarten entdecken
Von 18. bis 21. September ruft der Naturschutzbund Österreich zur „Urban Nature Quest 2026“ auf. Naturbegeisterte im ganzen Land sind eingeladen, Tiere und Pflanzen in ihrer Umgebung zu fotografieren und die Bilder auf einer Online-Plattform zu teilen. Die Aktion soll zeigen, welche Arten tatsächlich in Städten und Gemeinden leben.
Auch in Wohngebieten, Gärten und auf Friedhöfen sowie auf Industriegeländen oder aufgelassenen Bahnhöfen leben zahlreiche Tier- und Pflanzenarten. Die Urban Nature Quest soll Antworten auf mehrere Fragen liefern: Welche Arten kommen in Städten und Gemeinden häufiger oder seltener vor? Und welche Arten sind wegen des Klimawandels möglicherweise neu in einer Region zu finden?
Die Aktion verbindet Naturbeobachtung mit Citizen Science. Das bedeutet: Freiwillige liefern mit ihren Beobachtungen Daten für die Wissenschaft.
Jede Beobachtung zählt
Ob im Stadtpark, im eigenen Garten, auf einem Friedhof oder mitten im Dorf: Überall lässt sich Natur entdecken. Gesucht werden alle Tier- und Pflanzenarten im Siedlungsraum. Jede Beobachtung ist dabei wertvoll, vom häufigen Vogel auf dem Balkon bis zur seltenen Pflanze am Wegesrand. Auch neu aufgetretene Arten können wichtige Hinweise liefern.
Carolina Trcka-Rojas, Expertin des Naturschutzbundes Österreich, sagt dazu: „Man muss kein Profi sein, um wertvolle Beobachtungen für die Wissenschaft beizusteuern. Oft genügt es, beim nächsten Spaziergang einfach genauer hinzuschauen.“ Wer eine Art fotografiert und das Bild auf der Plattform naturbeobachtung.at teilt, helfe mit, ein besseres Bild von der Natur in Städten und Gemeinden zu bekommen.
So funktioniert die Teilnahme
Die Teilnahme ist einfach: Tiere und Pflanzen entdecken, fotografieren und über die Plattform naturbeobachtung.at oder die gleichnamige App teilen. Vorkenntnisse sind nicht nötig, Fachleute unterstützen bei der Bestimmung der Arten.
Es zählen nur Fotos, die zwischen 18. und 21. September aufgenommen und mit dem Vermerk „UNQ“ oder „Urban Nature Quest“ auf naturbeobachtung.at geteilt wurden. Nachmeldungen sind bis 27. September, 24 Uhr, möglich.
Bewertet wird nicht die Anzahl der Fotos, sondern die Anzahl der Meldungen möglichst vieler verschiedener Arten. Je mehr unterschiedliche Arten gemeldet werden, desto aussagekräftiger ist die gesammelte Datenmenge. Die Beobachtungen sollen helfen, Veränderungen in der Artenvielfalt und in der Verbreitung einzelner Arten sichtbar zu machen.
Wettbewerb inklusive
Zusätzlich zum gemeinsamen Forschungserlebnis gibt es einen Wettbewerb. Die drei erfolgreichsten Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten kleine Sachpreise sowie eine Urkunde per Post und werden im nächsten Jahresbericht von naturbeobachtung.at porträtiert. Die fleißigsten 20 Personen bekommen eine Urkunde per E-Mail. Zusätzlich wird das erfolgreichste Bundesland gekürt.