30 km/h-Beschränkung
© BMIMI/Olivia Halwachs

klimaaktiv mobil

Verkehrsberuhigung fördert Rad- und Fußverkehr

17. Februar 2026
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Immer mehr Gemeinden setzen auf Tempo 30 und profitieren von höherer Verkehrssicherheit, weniger Lärm und mehr Lebensqualität. Mit der StVO-Novelle 2024 wurde die Umsetzung in sensiblen Bereichen einfacher.

Tempo 30 bringt spürbare Vorteile für Städte und Gemeinden: mehr Sicherheit, ruhigere Straßen und bessere Bedingungen für den Rad- und Fußverkehr. Besonders auf Nebenstraßen entsteht eine Win-win-Situation: Radfahrende benötigen dort meist keine baulich getrennten Radwege, was Kosten spart.

Wie gut Tempo 30 angenommen wird, zeigt ein Blick nach Graz: Dort wurde Tempo 30 bereits in den 1990er-Jahren eingeführt. Schon zwei Jahre danach lag die Zustimmung der Bevölkerung bei rund 80 Prozent. Die steirische Landeshauptstadt ist längst kein Einzelfall mehr. Mittlerweile wird in über 300 Gemeinden in ganz Österreich Tempo 30 auf Nebenstraßen gefahren.

Effektiver Schutz für sensible Bereiche

Die 35. StVO-Novelle, welche mit Juni 2024 in Kraft getreten ist, gibt Städten und Gemeinden ein unkompliziertes Instrument an die Hand, um besonders sensible Bereiche rasch sicherer zu machen. Rund um Kindergärten, Schulen, Krankenhäuser, Freizeiteinrichtungen oder Seniorenzentren kann Tempo 30 ohne teure Gutachten und lange Verfahren verordnet werden.

Der Ablauf ist einfach: Schutzbereich festlegen, Verordnung im verkürzten Verfahren erlassen, Verkehrszeichen aufstellen – fertig. Bereiche, die häufig von Kindern, älteren Menschen oder mobilitäts- und sinneseingeschränkten Personen genutzt werden, gewinnen dadurch deutlich an Sicherheit und Aufenthaltsqualität. Gleichzeitig profitieren Radfahrer:innen und Zu-Fuß-Gehende durch ein geringeres Tempo und ein besseres Miteinander im Straßenraum.

Weitere Infos unter klimaaktivmobil.at/tempo30

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Die Vorteile von Tempo 30

Eine Reduktion von 50 auf 30 km/h verkürzt den Anhalteweg von 27 auf 13 Meter. Das erleichtert das rechtzeitige Anhalten vor Zebrastreifen oder querenden Personen. Gleichzeitig sinkt das Risiko eines tödlichen Unfalls: Bei Tempo 30 liegt es unter 10 %, bei Tempo 50 ist es fast dreimal so hoch. 
Auch die Sicht verbessert sich: Bei 50 km/h liegt der Fokus etwa 40 Meter vor dem Fahrzeug, bei 30 km/h verringert sich die Distanz auf rund 15 Meter, wodurch das Umfeld aufmerksamer erfasst wird.

Geringeres Tempo schützt Leben

Der neue Leitfaden des KFV – gemeinsam mit Städte- und Gemeindebund entwickelt – fasst die wichtigsten rechtlichen Vorgaben und Praxistipps für Geschwindigkeitsreduktionen in sensiblen Bereichen zusammen.

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Entgeltliche Einschaltung des Bundesministeriums für Innovation, Mobilität und Infrastruktur (BMIMI)

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