Das Projekt „Buntes Burgenland“ wurde von Volksschuldirektorin Ljuba Palatin-Wild, Vizebürgermeister Paul Walzer, Umweltlandesrätin Astrid Eisenkopf, Bürgermeister Stefan Bubich und Projektleiterin Julia Kelemen-Finan, Obfrau der Naturschutzakademie, vorgestellt.
Foto: Bgld. Landesmedienservice

Trockenrasen ist nicht fad

24. Mai 2017
Wenn man von einem „Trockenrasen“ oder „Halbtrockenrasen“ spricht, stellen sich die meisten eine braune, verwahrloste, von der Sonne verbrannte Wiese vor. Dabei beherbergen Trockenrasen eine Vielzahl von Pflanzen, die gerade jetzt im Frühjahr und Sommer die Wiesen in bunte Farben tauchen. Sie zählen zu den artenreichsten Lebensräumen und beherbergen oft seltene Pflanzen und Tiere. In Oslip wurde nun das Projekt „Buntes Burgenland“ vorgestellt, das über die Bedeutung von Steppen- und Trockenrasen informieren soll.


Was kann man dort sehen?



Typisch für Trocken- und Halbtrockenrasen ist, dass sich ihr Aussehen alle paar Wochen verändert. Ende März taucht die Küchenschelle die Wiesen in einen violetten Schleier, Dann folgen für kurze Zeit das gelbe Adonisröschen und die vielen weißen Blüten duftender Sträucher wie Schlehe und Weißdorn. Im April sieht man bereits die ersten Tiere: Smaragdeidechse, Schwalbenschwanz oder Segelfalter. Im Laufe des Mai und Juni tauchen viele neue Blumen auf, zum Beispiel Diptam und Blutroter Storchschnabel sowie bunte Schmetterlinge.

Projektinhalte



Das Projekt soll möglichst viele Menschen für Trockenrasen begeistern. Dazu Landesrätin Astrid Eisenkopf: „Mein persönliches Ziel ist, dass jeder Burgenländer und jede Burgenländerin weiß, was ein Trockenrasen ist – dass es eben kein verwahrlostes Stück Land ist, sondern ein besonders artenreicher, schützenwerter Lebensraum. Naturschutz kann nur dann gelingen, wenn er auf allen Ebenen umgesetzt wird – von global über regional bis lokal – und wenn wir alle gemeinsam an einem Strang ziehen.“



Das Projekt selbst hat eine Laufzeit von mehr als zwei Jahren, und zwar von November 2016 bis Jänner 2019. Die Kosten belaufen sich auf 63.000 Euro. Finanziert wird das Projekt zu zwei Drittel aus EU-Mitteln und einem Drittel vom Land. Im Jahr 2017 sind die Volksschulen Oslip, Rechnitz und Rohrbach bei Mattersburg sowie die NMS Purbach am Projekt beteiligt.