Zu viel Salz auf Gehsteig und Straße schädigt nicht nur Bäume und Grünflächen, sondern setzt auch Hausfassaden, Autos und Hundepfoten ordentlich zu.
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Winterdienst

Streusplitt statt Salz

4. Dezember 2021
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Während sich Groß und Klein über den heiß ersehnten Schnee freuen, steht für Autofahrer und Straßenerhalter die Sicherheit bei Glatteis und Schnee im Vordergrund. Das geht am besten mit Streusplitt, wie Studien belegen.

Der nächste Winter ist bald da und die Frage nach der geeigneten Streuung für die sichere Autofahrt wird aktuell. Dieser Frage geht eine Zusammenstellung und Auswertung vorhandener Studien und Unterlagen zum Thema Streusplitt und Streusalz auf den Grund.

Verkehrssicherheit

Um die Verkehrssicherheit zu erhöhen, werden auf Österreichs Straßen unterschiedliche Mittel zur Glatteisbekämpfung eingesetzt. Im Winterdienst werden grundsätzlich zwei Arten von Streumitteln unterschieden: abstumpfende Streumittel (Streusplitt) und auftauende Streumittel (Streusalz).

Streusplitt wirkt mechanisch, indem er den Kraftschluss zwischen Reifen und glatter Fahrbahn erhöht. Verschiedene Taumittel, auch bekannt als Streusalze, haben einen niedrigeren Gefrierpunkt als Wasser, sind aber je nach Art nur bei gewissen Minustemperaturen zur Verwendung geeignet, so zum Beispiel Natriumchlorid, das nur bis -8 Grad Celsius Wirkung zeigt.

Mit Streusplitt fährt man aber nicht nur sicher durch den Winter, sondern erhält auch die typische Winterlandschaft. Salzstreuung ist zwar etwas billiger als Splittstreuung, lässt jedoch die winterliche Schneelandschaft im wahrsten Sinne des Wortes dahin schmelzen. Streusplitt dagegen löst den Schnee nicht auf, was vor allem für Tourismusgebiete wichtig ist. Schließlich locken Wintertourismusorte mit romantischen Schneelandschaften, nicht mit Salzwüsten.

Verwendung von Streusplitt im Winterdienst schont die Umwelt

Der Überblick über vorhandene Studien zeigt die Vorteile von Streusplitt. Beim Einsatz von Streusplitt wird die Vegetation deutlich weniger geschädigt als durch Streusalz. Außerdem greift Salzstreuung das Grund- und Oberflächenwasser an, was bei Streusplitt nicht der Fall ist. Gerade für ökologisch sensible Bergregionen, die Teil der Alpenkonvention sind, empfiehlt sich daher der Einsatz von Streusplitt.

Gewarnt sei außerdem vor vorschnellen Schlüssen beim Kostenvergleich: Auf den ersten Blick ist Streusalz billiger, weil es in der Anschaffung günstiger ist als Streusplitt. Aber die indirekten Kosten durch Korrosionsschäden an Bauwerken und vor allem an Bäumen sind beim Einsatz von Streusalz wesentlich höher.

Sicherung von Arbeitsplätzen in den Regionen

Als regionales Produkt eignet sich Streusplitt besonders gut, um auch lokal die optimale Versorgung im Winter sicherzustellen, wie Petra Gradischnig, Geschäftsführerin des Forums mineralische Rohstoffe erklärt: „Streusplitt wird in vielen kleinen Rohstoffbetrieben vor Ort gewonnen und ist deshalb für das regionale/ländliche Straßennetz von großer Bedeutung. Die Transportwege sind kurz und die sofortige Verfügbarkeit stets gewährleistet. Das reduziert die Transportkosten. Gerade bei unseren langen, frost- und tauintensiven Wintern ist die Versorgung mit inländischem Streusplitt besser abgesichert als mit teilweise importiertem Streusalz.“

Vorteile von Streusplitt auf einen Blick

  • Streusplitt ist bei allen Temperaturen verwendbar
  • Streusplitt beeinflusst nicht die Grund- und Oberflächenwässer
  • Streusplitt im Winterdienst entspricht der Alpenkonvention
  • Streusplitt ist stets ein regionales Produkt und muss nicht importiert werden
  • Streusplitt ist stets verfügbar und einfach auszubringen

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