In keinem anderen Land weltweit sei die Sichtbarkeit auf bis zu 40 Kilometer Entfernung von Windkraftanlagen ein übergeordnetes Kriterium für den Windkraftausbau, meint die IG Windkraft.

Kein einziges Windrad seit 2012

22. März 2016
Seit dem Jahr 2012 gilt in Kärnten eine Verordnung, die nur jene Standorte für den Windkraftausbau ermöglicht, wo Windräder praktisch nicht gesehen werden können. Seither wurde kein einziges Windrad gebaut. Im selben Zeitraum wurden in den anderen Bundesländern in Summe 363 Windräder mit einer Gesamtleistung von 1.036 MW errichtet.


Windräder – Bestandteil der Landschaft



In keinem anderen Land weltweit sei die Sichtbarkeit auf bis zu 40 Kilometer Entfernung von Windkraftanlagen ein übergeordnetes Kriterium für den Windkraftausbau, meint die IG Windkraft. „Windräder kann man eben nicht verstecken“, bemerkt Geschäftsführer Moidl und setzt fort: „Warum auch? In vielen anderen Regionen stehen Windräder für die Energiewende und die umweltfreundliche Stromerzeugung.“

Die Steiermark macht es anders



Als Hauptgrund für diese Verordnung wird der Wunsch die Eigenart und Schönheit der Kärntner Landschaft zu erhalten genannt. „Der Ausbau der Windenergie gefährdet die Eigenart und Schönheit der Kärntner Landschaft aber gar nicht“, sagt Moidl. Das Nachbarbundesland Steiermark zeige vor, wie mit sinnvollen Regelungen der Windkraftausbau in der Alpinregion konfliktfrei gelenkt wird. Im Gegensatz zu Kärnten seien in den letzten Jahren in der Steiermark 36 Windräder mit einer Gesamtleistung von 80 MW errichtet worden. Die Windparks stehen zum Teil sogar in touristisch bedeutenden Gebieten. „Der größte Windpark der Steiermark erzeugt seit über zehn Jahren Windstrom in Roseggers Waldheimat“, sagt Stefan Moidl.