Frau leidet unter Hitze
Hitze bedeutet besonders bei Hitzewellen Stress für den Körper.
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Klimawandel

Hitze – Haben Sie schon einen Plan?

Heiße Tage, Hitze, Hitzewelle – Wir spüren recht schnell, wenn die Temperatur ungewöhnlich hoch ist. Aber was genau versteht man darunter?

Hitze betrifft uns alle – manche weniger, viele aber massiv. Zuerst fallen uns wahrscheinlich Menschen ein, die im Freien oder unter großer körperlicher Belastung arbeiten. Aber auch ältere Menschen, Kleinkinder, Schwangere, chronisch Kranke und Personen mit Pflegebedarf sind besonders gefährdet. Um die in Österreich lebende Bevölkerung bestmöglich vor den gesundheitlichen Auswirkungen von Hitze zu schützen, wurde daher der nationale Hitzeschutzplan erarbeitet.

Der nationalen Hitzeschutzplan umfasst das Vorgehen vom zuständigen Ministerium bis hinunter auf die Gemeindeebene. Ein genauerer Blick hinein lohnt sich allemal, um die Gefahren durch Hitze in der eigenen Gemeinde einschätzen zu können. Beispielsweise sind dort die besonders gefährdeten Gruppen aufgelistet und das hilft beim Erkennen, wer in der Gemeinde wie geschützt werden muss.

Was ist Hitze, was genau ist eine Hitzewelle?

Heiße Tage sind einzelne Tage mit einem Temperaturmaximum von 30 °C oder mehr. Vergleichen wir die drei Jahrzehnte 1961-1990 mit der Periode 1991-2020 so sind es aktuell zwei bis drei Mal so viele solcher Hitzetage pro Jahr in Österreich.

Hitzetage Landeshauptstädte

Unter einer Hitzewelle wird eine Serie von zumindest drei aufeinanderfolgenden Tagen mit einer Temperatur über 30 °C verstanden, die höchstens kurz von einem Tag mit einem Höchstwert zwischen 25 und 30 °C unterbrochen wird.

Der menschliche Körper tut sich bei einer Umgebungstemperatur von rund 23 °C am leichtesten, seine Temperatur von ca. 37 °C mit minimalem Aufwand konstant zu halten. Bei einer höheren Umgebungstemperatur versucht der Körper, entsprechend zu regulieren. Das muss er umso stärker, je heißer es ist. Hitze bedeutet besonders bei Hitzewellen Stress für den Körper.

Das Hitzewarnsystem der GeoSphere Austria

Was früher die ZAMG war, heißt heute GeoSphere Austria und sie ist verantwortlich für das österreichische System von Hitzewarnstufen. Dabei geht es nicht nur um die gemessene Temperatur, sondern um die sogenannte gefühlte Temperatur. Diese hängt auch von Wind und Luftfeuchtigkeit ab und ist die Basis für die jeweils ausgerufene Warnstufe (Gelb, Orange oder Rot). Entsprechend der Warnstufe enthält bereits der nationale Hitzeschutzplan Handlungsanleitungen für die lokal Verantwortlichen.

Hitzewarnstufen der GeoSphere Austria
Hitzewarnstufen der GeoSphere Austria

Heruntergebrochen auf Zuständigkeit und Maßnahmen im lokalen Bereich wurden in fast allen Bundesländern ebenfalls Hitzeschutzpläne entwickelt, die auch in den Gemeinden bekannt sein sollten. Zumal darin lokale Besonderheiten im Zusammenwirken mit den übergeordneten Behörden bei Hitzewellen präzisiert sein könnten. 

Wer jetzt noch keinen kommunalen Hitzeschutzplan erstellt hat, kann vor dem Sommer noch handeln. Auch bei Hitze gilt: Vorbereitet sein schützt Menschen und rettet Leben.

Der Hitzeaktionstag 2026 findet am 9. Juni in ganz Österreich statt. Er steht unter dem Motto: „Coole Lösungen am Arbeitsplatz“, um auf die täglichen Belastungen dieser Zielgruppe aufmerksam zu machen und gemeinsam Strategien zu deren Schutz zu erarbeiten. 

Hitzeschutz- oder Hitzeaktionspläne der Bundesländer
(Stand: April 2026)

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