Gefördert wird die Errichtung von Neubauten, Zu- und Ausbauten im mehrgeschoßigen Wohnbau und von Gebäuden für öffentliche Zwecke in Holzbauweise mit einem hohen Anteil an nachwachsenden Rohstoffen aus nachhaltiger Bewirtschaftung.
© BMLRT/Hannes Buchinger

Förderung für kommunalen Holzbau

15. Juli 2021
Das Bundesministerium für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus (BMLRT) will mit einer Investitionsprämie die Errichtung von Wohngebäuden und Gebäuden für öffentliche Zwecke in Holzbauweise ankurbeln.

Das Waldfondsgesetz wurde als Zukunftspaket für heimische Wälder im Juli 2020 im österreichischen Nationalrat mit einem Gesamtvolumen von 350 Millionen Euro verabschiedet. 60 Millionen davon sind für die Maßnahmen der Österreichischen Holzinitiative vorgesehen.

Neben Forschungsförderung, Maßnahmen zur gezielten Wissensvermittlung und Bildung vom Kindergarten bis zur universitären Ausbildung bildet der CO2-Bonus eine wesentliche Säule des Maßnahmenpakets. Mit den unterschiedlichen Ansätzen sollen die Voraussetzungen für mehr Holzbau im Sinne einer langfristigen CO2-Bindung und zur Substitution CO2-intensiver Baustoffe geschaffen werden.

CO2 bleibt in Holzbauten gespeichert

Durch jeden verbauten Kubikmeter Holz wird eine Tonne CO2 für längere Zeit gebunden. Während der Kohlenstoff in den Holzbauten gespeichert bleibt, wächst der Wald wieder nach und bindet dort erneut das Treibhausgas. Außerdem werden CO2-Emissionen durch Substitution von fossilen Energieträgern bei der Erzeugung von CO2-intensiven Baustoffen eingespart.

In Österreich werden auf diese Weise jährlich acht Millionen Tonnen CO2-Ausstoß vermieden, was in etwa den jährlichen CO2-Emissionen aller zugelassenen Personenkraftwagen oder 10 Prozent der gesamten Treibhausgasemissionen in Österreich entspricht. Dieser Effekt lässt sich durch verstärkte Holzverwendung noch deutlich steigern. Insbesondere im mehrgeschoßigen Wohnbau und im öffentlichen Bau liegen hier große Potenziale. Vor allem Gemeinden und andere öffentliche Institutionen, die auf Holzbau setzen, können hier eine wichtige Vorbildrolle spielen.

Neu- und Zubauten in Holzbauweise forcieren

Für den CO2-Bonus stehen insgesamt 20 Millionen Euro zur Verfügung. Gefördert wird die Errichtung von Neubauten, Zu- und Ausbauten im mehrgeschoßigen Wohnbau und von Gebäuden für öffentliche Zwecke in Holzbauweise mit einem hohen Anteil an nachwachsenden Rohstoffen aus nachhaltiger Bewirtschaftung. Für Unternehmen sind Förderungen bis maximal 200.000 Euro möglich, Antragstellungen ohne unternehmerische Eigenschaft können mit bis zu 500.000 Euro gefördert werden. In jedem Fall umfasst die mögliche Förderung maximal 50 Prozent der anrechenbaren Gesamtbaukosten. 

Das Holz für geförderte Projekte muss zertifiziert sein (PEFC, FSC) und darf maximal 500 km im Umkreis des Errichtungs­standorts entstammen. Die Förderung wird mit 1,00 Euro je kg verbautem Holz berechnet. Werden zur Dämmung der Gebäude auch andere nachwachsende Rohstoffe neben Holz verwendet, kann sogar 1,10 Euro je kg verbautem Holz gefördert werden. Projekte können von natürlichen und juristischen Personen einschließlich Gebietskörperschaften wie Bund, Länder und Gemeinden eingereicht werden. 

Einreichung 

Anträge zum CO2-Bonus können unter umweltfoerderung.at/waldfonds eingebracht werden.  

Weitere Informationen 

waldfonds.at

bmlrt.gv.at/wald/waldfonds/massnahme_9