Blick von der Petzen auf Unterkärnten.
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Neues Mobilitätskonzept stärkt den Öffentlichen Verkehr

30. Januar 2018
Unterkärnten profitiert massiv vom Kärntner Mobilitätsmasterplan. Das meint zumindest Landesrat Rolf Holub (Grüne). „Das Mobilitätskonzept ist ein Leuchtturm-Projekt für eine umweltschonende und nachhaltige Mobilität in Unterkärnten“, so Holub, der vor allem die Zusammenarbeit mit den größten Arbeitgebern der Region, Mahle und Bosch-Mahle, hervorstreicht.





„Wir freuen uns auf den Testbetrieb mit dem Elektro-Bus, bei dem wir wichtige betriebliche Erfahrungen sammeln. Die Erstellung von Streckenprofilen und Ladekonzepten sind so wichtig, wie die Schulung unserer Fahrer bis hin zu der Ausstattung der Werkstätten für die Anforderungen der künftigen E-Fahrzeuge“, berichtet Alfred Loidl von der ÖBB Postbus GmbH.



Nach dem Testbetrieb werden die Experten beim Postbus relevante Erkenntnisse auswerten und einen Plan für den Echtbetrieb erstellen. Der E-Bus wird künftig auf der derzeitigen Teststrecke fahren und ist für Pendler und Freizeitreisenden in der Region eine attraktive Anbindung an die S3.

Schnellbahn im Stundentakt



Die Erweiterung des Mobilitätsangebotes auf der Schnellbahnlinie S3 zwischen Klagenfurt und Wolfsberg sowie das maßgeschneiderte Busangebot zwischen der Haltestelle St. Michael ob Bleiburg und Eberndorf wurden bereits mit Fahrplanwechsel im Dezember 2017 umgesetzt. Die S3 verkehrt somit im Stundentakt, wobei in den Hauptverkehrszeiten eine Verdichtung und der Betriebsbeginn und das Ende um nahezu zwei Stunden erweitert wurden.



Die neue öffentliche ÖBB Postbus-Verbindung (5420) wurde an den Bedürfnissen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Mahle-Firmen ausgerichtet und stellt so die Anschlüsse an alle Züge der S-Bahn sicher. Die Busse verkehren im Stundentakt von St. Michael ob Bleiburg/Bahnhof über die Firmen Mahle und Bosch Mahle und über Globasnitz nach Eberndorf.

Rufbusse



Das neue Mobilitätskonzept umfasst zudem die Einführung eines Micro-ÖV-Systems mittels eines Rufbusses sowie die Neuorganisation der Verkehrsregion Südkärnten im Zuge der Veränderungen durch die Fertigstellung der Koralmbahn.

Bürgermeister sind zufrieden



Feistritz ob Bleiburgs Bürgermeister Hermann Srienz betonte, der Gemeinderat unterstütze das Projekt einstimmig. Weniger Verkehr auf den Straßen sei positiv und begrüßenswert.



Für Bernard Sadovnik, Bürgermeister von Globasnitz/Globasnica, ist das Projekt ein großer Meilenstein für seine ländliche Gemeinde. Erstmals verfüge Globasnitz über eine direkte Anbindung an den Stundentakt der S-Bahn. Dies sei vor allem in Hinblick auf die jungen Gemeindebürgerinnen und -bürger wichtig. Es sei eine wichtige Maßnahme gegen die Abwanderung junger Menschen. Auch Seniorinnen und Senioren würden durch die neuen Anbindungen mobiler, strich Sadovnik hervor.