Johannes Pressl und Florian Klein
Johannes Pressl und Florian Klein beim Talk am Bürgermeistertag.
© Erich Marschik

Wirtschaft

Nahversorgung um welchen Preis?

3. September 2026
250 ADEG-Märkte, betrieben von 200 unabhängigen Kaufleuten, zeigen laut Florian Klein (REWE) eine enorme Bandbreite – von 80 Quadratmetern in Gemeinden unter 1.000 Einwohnern bis zu über 1.000 Quadratmetern. Was überall funktioniert: engagierte Unternehmer vor Ort und ein „gewisses Extra“ wie Postpartnerschaft, Bistro oder Vereinsservice. Bewährt haben sich auch vereinsgetragene Modelle, bei denen die Bevölkerung selbst Trägerin des Geschäfts wird und Rewe zu Großhandelskonditionen beliefert – „vom Bodensee bis zum Neusiedlersee“, so Klein.

Gemeindebund-Präsident Johannes Pressl forderte im Talk am Bürgermeistertag vor allem flexiblere Öffnungszeiten: statt der aktuell 72 sollen es 82 Stunden für fix besetzte Nahversorger werden, unbemannte, rein digitale Geschäfte sollen künftig 24/7 offen haben dürfen. 

Als Beispiele für digitale Lösungen nannte Klein bereits rund 15 unbemannte Hybridmärkte in Österreich (bis Jahresende rund 20) sowie einfache Zustelllösungen wie einen WhatsApp-Bestellservice einer ADEG-Familie im Burgenland. Sein Fazit: Es braucht keine Wunderlösung, sondern viele kleine, lokal passende Antworten – und Rahmenbedingungen, die diese auch rechtlich ermöglichen.

Berichte, Fotos und Videostreams zum 3. Bürgermeisterinnen- und Bürgermeistertag gibt es unter gemeindebund.at/termine/burgermeistertag.

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