Thomas Schäfer-Elmayer mit dem mit dem Jungdamen- und -herrenkomitee des Kleinen Neubauer Opernballs.
Thomas Schäfer-Elmayer mit dem mit dem Jungdamen- und -herrenkomitee des Kleinen Neubauer Opernballs.

Kleine und große Ballhighlights: So lebt Gemeinschaft in den Gemeinden

23. Januar 2026
Die Ballsaison 2026 verspricht, alle bisherigen Rekorde zu brechen: Mehr als 1.200 Veranstaltungen werden österreichweit erwartet, viele davon getragen von ehrenamtlichem Engagement in Gemeinden, Vereinen und kommunalen Organisationen. Diese Events sind weit mehr als festliche Höhepunkte – sie sind Ausdruck gelebter Gemeinschaft und tragen wesentlich zum kulturellen Leben vor Ort bei.

Besonders auffällig ist in diesem Jahr die Bandbreite: Von traditionellen Feuerwehrbällen über Musikvereins- und Schützenbälle bis hin zu modernen Charity- und Themenbällen – die Vielfalt spiegelt die aktive Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger wider. Viele Gemeinden nutzen die Ballsaison auch, um lokale Projekte, Initiativen oder die Vereinsarbeit sichtbar zu machen.

Ein besonders schönes Beispiel für die Verbindung von Tradition und kommunaler Kultur ist der „Kleine Neubauer Opernball“, der heuer am 12. Februar 2026 zum 61. Mal im Wiener Rathaus stattfindet. Unter dem Motto „Lanner, Liszt und Lebenslust“ würdigt der Nachmittagsball – auch das eine Besonderheit – die Musikgeschichte Wiens und spricht vor allem Seniorinnen und Senioren an, ist aber für alle Generationen geöffnet.

Seit 1962 wird der Ball von ehrenamtlich engagierten Menschen organisiert, zunächst als kleines „Opernballvergnügen“ im Amtshaus des siebenten Bezirks (Neubau) und seit 1990 im Wiener Rathaus. 

Hannes Szalay, Präsident des Vereins „Kleiner Neubauer Opernball“, und Ballchefin Christina Schlosser.

Aktuell liegt die Organisation in den Händen des unabhängigen Vereins Kleiner Neubauer Opernball, Verein für Kulturveranstaltungen. Präsident ist Hannes Szalay, die Obfrau des Ballkomitees ist Christina Schlosser. Den Ehrenschutz übernehmen unter anderem Bürgermeister Michael Ludwig, Bundeskanzler Christian Stocker, Bundesminister Norbert Totschnig, Bezirksvorsteher Markus Figl und Volksanwältin Gaby Schwarz. Als Repräsentantin Ungarns, dem Geburtsland von Franz Liszt, nimmt IEdit Szilágyiné Bátorfi, ungarische Botschafterin in Österreich, teil. Die Partnerregion Balaton stellt heuer zudem Gewinnpreise zur Verfügung.

Die Ball-Eröffnung übernimmt erneut Thomas Schäfer-Elmayer mit dem Jungdamen- und -herrenkomitee, während die Tanzmusik von der Combo der Polizeimusik Wien unter der Leitung von Grl. Gert Kojala gespielt wird. Einen Teil des künstlerischen Rahmenprogramms gestaltet traditionell eine lokale Schule – heuer übernimmt die Mittelschule Neubaugasse diese Rolle. Rund 1.000 Gäste werden zum Ball erwartet.

Dieses Beispiel zeigt, wie auch kleinere, traditionsreiche Veranstaltungen durch kommunales Engagement, Ehrenamt und lokale Kooperationen zum gesellschaftlichen Herzstück einer Gemeinde werden können. Die Ballsaison 2026 unterstreicht damit eindrucksvoll, dass Tradition, Kultur und Gemeinschaft Hand in Hand gehen.

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