Robert Mayer: „Bei der leichten Einsatzbekleidung (KS03) sank der Preis durch eine österreichweite gemeinsame Ausschreibung um rund ein Drittel. Das Problem: In Kärnten schlossen sich nur rund 20 Prozent der Feuerwehren und Gemeinden der Beschaffung an.“
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Die Feuerwehr rechnet vor
Gemeinsam beschaffen statt einzeln zahlen
Robert Mayer, Präsident des Österreichischen Bundesfeuerwehrverbands, stellte beim Bürgermeistertag die Frage: „Kann Standardisierung von Infrastruktur Kosten reduzieren?“
Seine Antwort: „Ja, die Rechnung geht auf – aber nur, wenn alle mitziehen.“
Bei der leichten Einsatzbekleidung (KS03) sank der Preis durch eine österreichweite gemeinsame Ausschreibung um rund ein Drittel. Das Problem: In Kärnten schlossen sich nur rund 20 Prozent der Feuerwehren und Gemeinden der Beschaffung an, der Rest blieb bei gewohnten Händlern – mit Mehrkosten von rund 250.000 Euro für die Gemeinden. „Jedes Abweichen und jedes Ausscheren wird uns da nur wenig bündig sein“, so Mayer. Bei der schweren Einsatzbekleidung (KS04) ist eine ähnliche Ausschreibung bereits vergeben.
Zugleich forderte Mayer mehr finanzielle Unterstützung von Bundesseite: Der Garantiebetrag für Katastrophenhilfe aus Kat-Fonds- und Feuerschutzsteuermitteln liegt aktuell bei rund 160 statt der bisherigen 140 Millionen Euro – angesichts der stark gestiegenen Zahl an Wald- und Vegetationsbränden aus seiner Sicht weiterhin zu wenig.
Auch EU-Vorgaben wie neue Abgasnormen und Sicherheitsstandards für Feuerwehrfahrzeuge verteuern die Beschaffung zusätzlich, ohne dass Gemeinden darauf Einfluss hätten. Für die kommenden Jahre kündigte Mayer weitere gemeinsame Ausschreibungen an, etwa bei Fahrzeugtypen – sein Appell an die Gemeinden: möglichst geschlossen mitziehen, damit sich der Preisvorteil auch wirklich einstellt.
Berichte, Fotos und Videostreams zum 3. Bürgermeisterinnen- und Bürgermeistertag gibt es unter gemeindebund.at/termine/burgermeistertag.